Krause und Pachernegg
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DMPS (Dimercaptopropansulfonat)
Bedenklichkeit: * (breite Indikation, auch bei Verdacht)

II - Antidota bei primärer Giftelimination
IV - Antidota bei sekundärer Giftelimination und zur weiterführenden Therapie

Indikation:
akute und chronische Vergiftung mit Antimon, Arsen, Blei, Kobalt, Kupfer, Quecksilber (metallisch, organisch, anorganisch)
Fraglich: Gold, Nickel, Silber, Wismut, Zink

Dosierung:
DMPS

Akute Vergiftung, parenteral - Erwachsener:
TagEinzeldosis [mg]Intervall [h]Tagesdosis [mg]
12503-41500-2000
22504-61000-1500
32506-8750-1000
42508-12500-750
5, 6, ...2508-24250-750
Je nach klinischem Zustand kann ab dem 5. Tag eine Umstellung auf die orale Applikationsform erfolgen (1- bis 3mal 100-300 mg/d).
Akute Vergiftung, parenteral - Kind:
Gabe von DMPS nur bei dringender Indikation!
TagEinzeldosis [mg/kg]Intervall [h]Tagesdosis [mg/kg]
15430
25620
3, 4, ...58-245-15
Akute Vergiftung, oral - Erwachsener:
Initialdosis: 1200-2400 mg/d, gleichmäßig über den Tag verteilt (12mal täglich 100-200 mg)
Erhaltungsdosis: 1- bis 3mal 100-300 mg/d
Akute Vergiftung, oral - Kind:
Initialdosis: 20-30 mg/kg (maximale Dosis!) in möglichst vielen Einzeldosen gleichmäßig über den Tag verteilt
Erhaltungsdosis: 1,5-15 mg/kg
Chronische Vergiftungen:
3 bis 4 Kapseln zu 100 mg täglich (vor dem Essen), maximal zulässige Gesamtdosis: 200 mg/kg (bei ausreichender Nierenfunktion!)

Hinweis:
einer Therapie mit BAL vorzuziehen

Nebenwirkung:
Krämpfe, Atemstillstand, Erregungszustände, über 300 mg/kg Schock



Indikationen, Dosierungen, Kontraindikationen und Nebenwirkungen beziehen sich grundsätzlich auf Vergiftungen und beschränken sich daher nur auf toxikologische Gesichtspunkte

 
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