Krause und Pachernegg
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Fomepizol (4-Methyl-Pyrazol)
Hohe Dringlichkeit

Bedenklichkeit: ** (bei Indikation)

I - Antidota bei Elementarhilfe
IV - Antidota bei sekundärer Giftelimination und zur weiterführenden Therapie

Indikation:
Ethylenglykol, Methanol (Therapie erster Wahl)

Dosierung:
initial 15 mg/kg i.v., anschließend 4 Gaben zu je 10 mg/kg i.v. in 12stündigen Intervallen, danach je 15 mg/kg i.v. in 12stündigen Intervallen
Während der Hämodialyse verringern sich die Intervalle von 12 auf 4 Stunden. Wird mit der Dialyse begonnen, während die Therapie mit Fomepizol bereits stattfindet, muß eine neuerliche Fomepizolgabe erfolgen, wenn die letzte Applikation mehr als 6 Stunden zurückliegt. Nach Ende der Dialyse erhält der Patient eine halbe Dosis, wenn seit der letzten Gabe 1 bis 3 Stunden, und eine ganze Dosis, wenn über 3 Stunden vergangen sind.

Hinweis:
Gabe auch im Verdachtsfall ohne Risiko möglich. Bei gleichzeitiger Gabe von Ethanol wird der Abbau sowohl von Fomepizol als auch von Ethanol um etwa 50 % reduziert.



Indikationen, Dosierungen, Kontraindikationen und Nebenwirkungen beziehen sich grundsätzlich auf Vergiftungen und beschränken sich daher nur auf toxikologische Gesichtspunkte

 
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