Krause und Pachernegg
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Physostigmin
Bedenklichkeit: *** (nur bei strengster Indikation)

III - Antidota bei typischen Komplikationen

Indikation:
schweres, therapieresistentes zentrales anticholinerges Syndrom durch: Atropin, Homatropin, Scopolamin, Adiphenin, Biperiden, Procyclidin; Atropa belladonna, Datura stramonium, Datura suaveolens, Hyoscyamus niger

Dosierung:
Erwachsener: initial 1-2 mg langsam (über 5 min) i.v., bei Bedarf Wiederholung nach 20 bis 30 Minuten
Kind: 0,02-0,06 mg/kg

Hinweis:
Antagonisierung bei Überdosierung: 0,5 mg Atropin entspricht 1 mg Physostigmin

Kontraindikation:
relativ: Bradykardie, Hypotonie, koronare Herzkrankheit, Asthma bronchiale, mechanischer Verschluss der Verdauungs- oder Harnwege, Schädelhirntrauma, Gangrän
absolut: keine

Nebenwirkung:
häufig Bradykardie, Salivation, Emesis, Defäkation, Krämpfe und Asystolie, vor allem bei rascher Injektion



Indikationen, Dosierungen, Kontraindikationen und Nebenwirkungen beziehen sich grundsätzlich auf Vergiftungen und beschränken sich daher nur auf toxikologische Gesichtspunkte

 
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