Krause und Pachernegg
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Hämodialyse
Hinweise:
Der wichtigste Indikationsparameter für die akute Hämodialyse ist der Zustand des Patienten. Der Konzentrationsverlauf des Serumlithiums kann zusätzliche Entscheidungshilfe bieten, ist allerdings für die Verlaufskontrolle unerlässlich. Die Indikationskriterien sind: höhergradige Niereninsuffizienz, vitale Beeinträchtigung mit Koma, Krämpfen und Ateminsuffizienz und wenn das Serumlithium unter der Therapie innerhalb von 30 Stunden nicht unter 1 mmol/l abfällt. In den meisten Fällen besteht auch für Patienten mit einem Serumlithium von über 3,5 bis 4 mmol/l Dialysepflicht, entscheidend ist jedoch die Symptomatik. Bei chronischen Vergiftungen können bereits bei wesentlich niedrigerem Serumlithium schwere Symptome auftreten, die eine Hämodialyse notwendig machen.
Durch die Hämodialyse können die Serumkonzentrationen zwar gesenkt werden, durch Umverteilung steigen diese aber üblicherweise 6 bis 12 Stunden danach wieder an. Wenn das Serumlithium 6 bis 8 Stunden nach der Hämodialyse wieder auf über 1 mmol/l ansteigt, sollte sie wiederholt werden. Die Behandlung wird solange durchgeführt, bis die Lithiumkonzentration nach Rückverteilung unter 1 mmol/l gesunken ist.

 
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