Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
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Angaben bei den Arzneidrogen
Bennenung, Anordnung:
Nach der üblichen deutschsprachigen Bezeichnung der Arzneidroge.

Aussehen:
Für die meisten Arzneidrogen ist auch ein Bild der Stammpflanze oder des Pflanzenteils verfügbar.

Wissenschaftlich belegte Wirkungen:
Am Beginn jeder Monographie sind die wichtigsten Wirkungen der betreffenden Arzneidroge kurz zusammengefaßt.

Stammpflanze:
Pflanzenart, die zur Gewinnung der Arzneidroge herangezogen wird. Dies wird definiert durch den botanischen Pflanzennamen, der aus einem Binom (Gattungsname und Art­epithet, z. B. Thymus vulgaris) und der Angabe des Pflanzenautors (z. B. "L." für "Linné") besteht. Zusätzlich wird die Familienzugehörigkeit der Gattung (z. B. Lamiaceae = Lippenblütler) angegeben.

Verwendeter Pflanzenteil:
Angabe des zur Drogengewinnung verwendeten Pflanzenteils mit dem lateinischen Drogennamen.

Offizinell:
Auflistung jener Monographien des Österreichischen Arzneibuchs (ÖAB) und Europäischen Arzneibuchs (Ph. Eur.), die mit der Droge in Zusammenhang stehen. Angabe von Qualitätsanforderungen der Arzneibücher. Nomenklatur: ÖAB: zuerst Pflanzenteil, dann Teil des Pflanzennamens (z. B. Folium Malvae); Ph. Eur.: zuerst Teil des Pflanzennamens, dann verwendeter Pflanzenteil (z. B. Liquiritiae radix).

Inhaltsstoffe:
Übersicht über die therapeutisch wesentlichen derzeit bekannten Inhaltsstoffe. Soferne Beziehungen zwischen Inhaltsstoffen und der Wirkung der Droge bekannt sind, erfolgt die Anordnung der Inhaltsstoffgruppen nach ihrer Relevanz für die Wirkung.

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse pharmakologischer und klinischer Studien zu Drogenauszügen oder isolierten Reinsubstanzen.

Weitere Wirkungen:
Obwohl in vielen Fällen eine Beurteilung, ob eine experimentell festgestellte Wirkung auch therapeutisch relevant ist, nur schwer möglich ist, werden auch weitere wichtige Ergebnisse zitiert.

Unerwünschte Wirkungen:
Die Angabe "keine bekannt" bedeutet, daß in üblicher Dosierung nicht mit unerwünschten Wirkungen zu rechnen ist. Die Auswahl der toxikologischen Daten erfolgte nach ihrer Bedeutung für die Therapie.

Indikationen:
Unter "wissenschaftlich belegt" wurden jene Anwendungsgebiete angeführt, die nach dem Stand der Wissenschaft als erwiesen gelten, die Angaben basieren zum Großteil auf den Monographien der Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes der BRD. Unter "Erfahrungsmedizin" finden sich traditionell bewährte Indikationen, die für die registrierten Präparate zutreffen.

Empfohlene Dosierung:
Zusammenfassung der zum Teil sehr unterschiedlichen Daten in der Literatur und Angabe der für die Berechnung herangezogenen Standardtagesdosis.

 
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