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Arnikablüte
Arnikablüte

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Wirkungen:
antimikrobiell
antiphlogistisch
wundheilungs-fördernd

Indikationen:
rheumatische Beschwerden
Verletzungs- und Unfallfolgen

Inhaltsstoffe:
Sesquiterpene

Lateinische Bezeichnung(en):
Arnica montana L.

Stammpflanze:
Arnica montana L. (Asteraceae)

Inhaltsstoffe:
Sesquiterpenlaktone: 0,3-1 % Helenalinoide: Pseudoguajanolide, vor allem Ester des Helenalins und Dihydrohelenalins mit niedrigen Fettsäuren. In den unterirdischen Organen (Radix Arnicae, in registrierten Präparaten nicht vorhanden) konnten bis jetzt keine Sesquiterpenlaktone gefunden werden.
Weitere Inhaltsstoffe: Flavonoide (0,4-0,6 %), ätherisches Öl (0,2-0,3 %), Phenolcarbonsäuren, Cumarine.

Verwendeter Pflanzenteil:
Blütenköpfchen (Arnicae flos).
Da Arnica montana unter Naturschutz steht und wegen ihrer hohen Standortsansprüche auch nur schwer kultiviert werden kann, wird in der BRD, nicht in Österreich, auch die in der Inhaltsstoffzusammensetzung ähnliche Arnica chamissonis subsp. foliosa (Nutt.) Maguire als Stammpflanze zugelassen.

Offizinell:
Arnicae flos: mind. 0,40 % Sesquiterpenlaktone.
Tinctura Arnicae

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Antiphlogistische Wirkung: Sesquiterpenlaktone der Arnika zeigen in verschiedensten pharmakologischen Entzündungsmodellen signifikante Effekte, in Tierversuchen konnte eine Ödemhemmung nachgewiesen werden.
Wirkung bei chronisch venöser Insuffizienz mit Stauungszeichen: Arnikatinktur verbesserte in einer placebokontrollierten Studie sowohl subjektive Beschwerden als auch objektive Parameter der Patienten.

Weitere Wirkungen:
Antimikrobielle Wirkung: Die Sesquiterpenlaktone zeigen ein breites Wirkungsspektrum, vor allem gegen grampositive Bakterien, auch antifungische Wirkungen konnten nachgewiesen werden.
Atemanaleptische Wirkung und Wirkung auf das Herz: Arnikasesquiterpenlaktone beschleunigen und vertiefen die Atmung und fördern die Herztätigkeit. Nach einer primären Blutdrucksenkung wurde sekundär eine Steigerung des Blutdrucks beobachtet.

Unerwünschte Wirkungen:
Äußerlich: allergene Kontaktdermatitiden mit Bläschenbildung bis zur Nekrotisierung; das Nutzen-Risiko-Verhältnis scheint einen Einsatz bei geschädigter Haut nicht zu rechtfertigen.
Innerlich: nach Applikation unverdünnter Tinktur Irritationen durch örtliche Reizwirkung auf Schleimhäute; resorptive Vergiftungserscheinungen: Schwindel, Zittern, Erhöhung der Körpertemperatur, Beschleunigung und Unregelmäßigkeiten des Herzschlages, Atemstörungen, zunehmende Lähmung und Kollaps; nach Einnahme von 70 g Arnikatinktur wurde ein Todesfall beobachtet.
Kontraindikation:
Arnikazubereitungen sind bei Überempfindlichkeit gegen Pflanzen aus der Familie der Korbblütler kontraindiziert!

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Äußerlich: bei Verletzungs- und Unfallfolgen, z. B. Hämatomen, Prellungen, Quetschungen; bei rheumatischen Muskel- und Gelenksbeschwerden, Entzündungen als Folge von Insektenstichen.
Innerlich: Wegen der möglichen schweren Nebenwirkungen bei Überdosierung ist eine innerliche Applikation nicht zu empfehlen.

Empfohlene Dosierung:
Äußerlich: Aufguß: 2 g Droge auf 100 ml Wasser zur Bereitung von Umschlägen.
Tinktur: gebräuchliche Einzeldosis: 0,5-1 g; für Umschläge 3-10fach verdünnt, für Mundspülungen 10 fach verdünnt; Salben mit max. 25 % Tinktur.

 
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