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Birkenblatt
Birkenblatt

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Wirkungen:
diuretisch

Indikationen:
Durchspülungstherapie, Harnsteine, Nierengrieß, Krämpfe

Inhaltsstoffe:
Flavonoide
Gerbstoffe

Lateinische Bezeichnung(en):
Betula pendula Roth
Betula pubescens Ehrhart

Stammpflanze:
Betula pendula Roth, Betula pubescens Ehrhart (Betulaceae)

Inhaltsstoffe:
Flavonoide: 2-3 %, Flavonolglykoside (Hyperosid, Quercitrin, Myricetingalaktosid).
Gerbstoffe: Leucoanthocyanidine bzw. Proanthocyanidine.
Triterpenester: Dammarantyp, u. a. Betulafolientriol und -tetrol, verestert mit Malonsäure; hämolytisch aktiv.
Weitere Inhaltsstoffe: ätherisches Öl (0,005-0,1 %), Glukoside (Monoterpenglukoside), Phenolcarbonsäuren (z. B. Kaffeesäure, Chlorogensäure), mineralische Bestandteile (etwa 4 %, darunter Kaliumtartrat und Calciumoxalat), bis zu 0,5 % Ascorbinsäure.

Verwendeter Pflanzenteil:
Laubblätter (Betulae folium).

Offizinell:
Betulae folium: Gehalt an Flavonoiden (berechnet als Hyperosid) mind. 1,5 %.
Species urologicae: 30 Teile Birkenblatt, je 35 Teile Bärentraubenblatt und Bruchkraut.

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Saluretische Wirkung: Die beobachtete vermehrte Ausscheidung von Na+-, K+- und Cl--Ionen beruht nach neueren Studien in erster Linie auf der vermehrten Zufuhr dieser Ionen mit den Pflanzenauszügen. Allerdings konnten Hyperosid und eine Gesamtflavonoidfraktion aus Birkenblättern im Tierversuch zu signifikanten Na+- und Cl--Ausscheidungen führen.
Erhöhung der Harnmenge: Ethanolische und wäßrige Birkenblattauszüge, p.o. an Ratten appliziert, erhöhen dosisabhängig signifikant die ausgeschiedene Harnmenge. Wäßrige Extrakte zeigten stärkere Wirkung als alkoholische Auszüge. Die Flavonoide aus dem Birkenblatt dürften über eine ACE-Hemmung und eine Hemmung des Abbaus des Atrialen Natriuretischen Peptids eine verstärkte Natrium- und Wasserausscheidung induzieren.

Weitere Wirkungen:
Antipyretische Wirkung: Durch Bäckerhefe induziertes Fieber bei Ratten wurde durch einen 25%igen wäßrigen Birkenblätterextrakt signifikant für eine kurze Zeit gesenkt. Die maximale Hemmung des Fieberanstiegs betrug 40 % nach 5 Stunden.

Unerwünschte Wirkungen:
Keine bekannt.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Zur Durchspülung bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und bei Nierengrieß.
Zur Erhöhung der Harnmenge sowie zur Behandlung von Erkrankungen, bei denen eine erhöhte Harnmenge erwünscht ist (Harngrieß, zur Vorbeugung von Harnsteinen).
Zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Beschwerden.

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis: mehrmals täglich 2-3 g Droge.
Berechnungsgrundlage: 7,5 g Droge.

 
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