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Cimicifugawurzel
Cimicifugawurzel

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Wirkungen:
LH-Spiegel-Senkung

Indikationen:
klimakterisch bedingte neurovegetative Beschwerden
Menstruationsbeschwerden
Prämenstruelle Störungen

Inhaltsstoffe:
Triterpene

Lateinische Bezeichnung(en):
Cimicifuga racemosa L.

Stammpflanze:
Cimicifuga racemosa L. (Ranunculaceae)
Traubensilberkerze

Inhaltsstoffe:
Triterpenglykoside: vom Cycloartenoltyp, darunter Actein und Cimicifugosid.
Flavonoide
Die Angaben zum Vorkommen von Isoflavonoiden (z. B. Formononetin) sind widersprüchlich, die Präsenz im Extrakt dürfte mit der Wahl des Extraktionsmittels zusammenhängen.

Verwendeter Pflanzenteil:
Der im Herbst gesammelte Wurzelstock (Radix Cimicifugae).

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Wirksamkeit bei klimakterischen Symptomen: Inhaltsstoffe der Cimicifugawurzel binden an Östrogenrezeptoren, radioaktiv markiertes Östradiol wird durch Cimicifugaextrakte vom cytosolischen Östradiolrezeptor verdrängt. Dies erklärt die Wirksamkeit bei klimakterischen Symptomen, die mit konventioneller Östrogentherapie vergleichbar ist. Allerdings konnten auch östrogenantagonistische Wirkungen beobachtet werden, weshalb auch bei Cimicifuga an einen Wirkmechanismus im Sinne der selektiven Östrogenrezeptor-Modulation gedacht wird. Dies bedeutet, daß in Abhängigkeit vom Zielorgan dieselbe Substanz als Agonist oder Antagonist wirksam ist, je nach dominierendem Östrogenrezeptor. Nach neueren Untersuchungen blieb der LH-Spiegel unter Therapie von Cimicifugawurzel unbeeinflußt.
In zahlreichen klinischen Studien konnten eindeutige positive therapeutische Effekte bei klimakterischen Beschwerden, sowohl bei neurovegetativen (Hitzewallungen, Schweißausbrüche) wie auch bei psychischen Symptomen (Nervosität, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, depressive Verstimmung), erzielt werden.

Unerwünschte Wirkungen:
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch wurden bisher keine unerwünschten Wirkungen beobachtet. Große Gaben (Mengenangaben fehlen) verursachen heftigen Kopfschmerz, Steifheit und Zittern der Glieder und starken Priapismus. Auf Haut und Schleimhäuten wirkt das Extrakt lokal irritierend.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Prämenstruelle und dysmenorrhoische sowie klimakterisch bedingte neurovegetative Beschwerden.

Empfohlene Dosierung:
Über lange Zeit wurden 3 g Droge als mittlere Tagesdosis empfohlen, allerdings konnten in klinischen Studien bereits mit Auszügen entsprechend 40 mg Droge gute Erfolge erzielt werden. Deshalb werden je nach Produkt unterschiedliche Berechnungsgrundlagen angewendet (3 g Droge oder 40 mg Droge).

 
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