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Echinaceakraut, Echinaceawurzel
Echinaceakraut, Echinaceawurzel

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Wirkungen:
immunstimulierend, -modulierend
Leukozytenzahl-Steigerung
Phagozytose-Steigerung

Indikationen:
Immunstimulation
Infekte (viral, Atemwege, Harnwege)

Inhaltsstoffe:
Phenol-carbonsäuren
Polysaccharide
Ätherisches Öl

Lateinische Bezeichnung(en):
Echinacea pallida (Nutt.)
Echinacea purpurea (L.)

Stammpflanze:
Echinacea purpurea (L.) Moench, Echinacea pallida (Nutt.) Nutt. (Asteraceae), Sonnenhut

Inhaltsstoffe:
Echinacea-pallida-Wurzel:
Ätherisches Öl: 0,2-2 %.
Kaffeesäurederivate: ca. 1 %, z. B. Echinacosid.
Ketoalkane
Polysaccharide
Echinacea-purpurea-Kraut:
Ätherisches Öl: 0,08-0,3 %.
Kaffeesäurederivate: ca. 1-3 %, z. B. Cichoriensäure.
Alkamide
Polysaccharide

Verwendeter Pflanzenteil:
E. purpurea: blühendes Kraut (Herba Echinaceae purpureae).
E. pallida: Wurzeln (Radix Echinaceae pallidae).

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Preßsaft, Kraut- und Wurzelextrakte unterscheiden sich kaum in ihren Wirkungen. Die Immunstimulation ist auf die Polysaccharide, Cichoriensäure und die Alkamide zurückzuführen.
Wirkung auf Immunparameter:
a) Am Versuchstier: Die i.p. Applikation des Preßsaftes aktiviert die Phagozytose; orale Gabe erhöht den Phagozytoseindex und den Properdinspiegel. Der Preßsaft zeigte außerdem gute Wirksamkeit im In-vivo-Carbon-Clearance-Maus-Modell. Die Polysaccharidfraktion stimuliert Granulozyten und Makrophagen zur Phagozytose und Freisetzung von Mediatoren. Die prophylaktische Gabe schützt Mäuse vor Candida- und Listerieninfektionen.
b) Bei Patienten: Nach i.v. Injektion kam es zu einer Erhöhung der Leukozyten- und Granulozytenzahl. Die Proliferation von Lymphozyten wird nicht beeinflußt. Sowohl Preßsaft als auch Extrakte zeigten in Therapiestudien (rezidivierende Candidiasis, grippale Infekte) im Vergleich zur Placebogruppe signifikante Verbesserungen der klinischen Symptome.

Klinische Wirksamkeit:
Erkältungskrankheiten: Wenn die Behandlung mit Echinacea frühzeitig einsetzt, entwickelt sich das Vollbild einer Erkältung seltener; falls die Erkrankung dennoch ausbricht, bessern sich die Symptome bereits nach 4 Tagen.
Echinacea in Kombination mit Färberhülsenwurzel und Thujenkraut ist beim Indikationsgebiet "akute virale Atemwegsinfekte" gegenüber Placebokontrolle therapeutisch signifikant überlegen.
Obwohl zahlreiche Studien mit Echinaceapräparaten durchgeführt wurden, wird die Datenlage als unzureichend eingestuft, um die Wirksamkeit wissenschaftlich schlüssig zu beweisen. Allerdings können die Ergebnisse der Untersuchungen als deutlicher Hinweis auf eine Wirksamkeit interpretiert werden.

Weitere Wirkungen:
Förderung der Wundheilung: Da ein ethanolisches Extrakt in vitro einen Einfluß auf die Kollagenvernetzung zeigte, wird ein positiver Einfluß auf die Wundheilung postuliert.

Unerwünschte Wirkungen:
Selten. Bei parenteraler Anwendung ist, wie bei allen Immunstimulantien, mit einer Verschlechterung von Autoimmunkrankheiten zu rechnen. Vorsicht bei Neigung zu Allergien (besonders gegen andere Korbblütler).

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Innerlich: unterstützende Behandlung rezidivierender Infekte (besonders im Bereich der Atemwege und der ableitenden Harnwege).
Äußerlich: schlecht heilende Wunden.

Empfohlene Dosierung:
E. pallida: entsprechend 900 mg Droge (= Berechnungsgrundlage)
E. purpurea: mittlere Tagesdosis: Preßsaft: 6-9 ml (Berechnungsgrundlage 6 ml), Droge: 1,5-3 g als Aufguß, Fluidextrakt: 1,5-3 g.

 
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