Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Efeublatt
Efeublatt

Vollbildansicht

Wirkungen:
antitussiv
expektorierend
spasmolytisch

Indikationen:
Atemwegserkrankungen

Inhaltsstoffe:
Saponine

Lateinische Bezeichnung(en):
Hedera helix L.

Stammpflanze:
Hedera helix L. (Araliaceae)

Inhaltsstoffe:
Triterpene: 2-6 % Saponine (z. B. Hederageninglykoside), Hauptsaponin ist Hederasaponin C.
Phenolcarbonsäuren: Dicaffeoylchinasäure u. a.
Weitere Inhaltsstoffe: Polyacetylene, Flavonoide (z. B. Rutosid), ätherisches Öl.

Verwendeter Pflanzenteil:
Laubblätter (Folium Hederae).

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Spasmolytische Wirkung: Die Saponine tragen gemeinsam mit den Phenolcarbonsäuren am meisten zur spasmolytischen Aktivität des Extraktes bei, die in verschiedenen Modellen sowohl in vitro als auch in vivo mit Papaverin als Vergleichssubstanz nachgewiesen werden konnte.
Sekretolytischer Effekt: Über parasympathische afferente Fasern wird die Sekretolyse durch reflektorische Stimulation der Becherzellen in den Bronchien und Bronchialdrüsen initiiert.
Klinische Wirksamkeit bei Husten: Bei Kindern konnte mit Tagesdosen von 140-280 mg Extrakt p.o. nach einer Woche eine deutliche Besserung der Symptome Husten, Auswurf, Atemnot, der spirometrischen Untersuchungsergebnisse sowie der Auskultationsbefunde beobachtet werden. Der Abtransport von übermäßig produziertem Mukus wird gefördert. Auch die inhalative Anwendung (Kaltvernebelung) erwies sich als effektiv bei chronischen Atemwegserkrankungen, akuter Bronchitis und Reizhusten.

Weitere Wirkungen:
Antivirale, antimykotische, anthelminthische und cytotoxische Wirkungen: In experimentellen Modellen konnten Wirkungen nachgewiesen werden.

Unerwünschte Wirkungen:
Saponine können in höheren Dosen gastrointestinale Reizungen verursachen. Efeu besitzt allergene Potenz, die aber in erster Linie auf den Hautkontakt mit der frischen Pflanze beschränkt ist.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Katarrhe der Luftwege, symptomatische Behandlung chronisch-entzündlicher Bronchialerkrankungen.

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis: 0,3 g Droge (= Berechnungsgrundlage).
Tinktur: bei spastischem Husten 5-10 Tropfen als Einzeldosis, nicht mehr als 40-50 Tropfen tgl.
Darreichungsformen ohne Ethanol erfordern eine deutlich höhere Extraktmenge, um gleiche therapeutische Effekte zu erzielen.

 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung