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Kakaobohne
Kakaobohne

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Indikationen:
Atemwegserkrankungen (Erfahrungsmedizin)
Durchfallerkrankungen (Erfahrungsmedizin)

Inhaltsstoffe:
Lipide
Purinbasen

Lateinische Bezeichnung(en):
Theobroma cacao L.

Stammpflanze:
Theobroma cacao L. (Sterculiaceae)

Inhaltsstoffe:
Inhaltsstoffe des Samens:
Purinbasen: 2,8-3,5 %, mit Theobromin als Haupt- und Coffein als Nebenalkaloid. Der relative Coffeinanteil ist sortenabhängig, Theophyllin kommt nur in Spuren vor.
Lipide: über 50 %.
Weitere Inhaltsstoffe: Aminosäuren und Proteine (10-16 % Albumine und Globuline), Kohlenhydrate (Stärke 5-9 %, freie Zucker 2-4 %, davon Saccharose > 90 %), phenolische Verbindungen (Catechine mit Epicatechin als Hauptkomponente, Leucocyanidine verschiedener Polymerisationsstufen), biogene Amine (0,2-22 mg/kg, beta-Phenylethylamin, Tyramin, Tryptamin und Serotonin. Sie kommen zwar auch natürlich in den Samen vor, werden aber hauptsächlich während der Fermentation durch mikrobielle Decarboxylierung gebildet).
Inhaltsstoffe der Samenschale:
Purinbasen: Theobromin 0,4-1,3 %, Coffein bis 0,02 %.
Lipide: bis 5 % mit einem im Vergleich zum Kernfett höheren Gehalt an freien Fettsäuren, Oxysäuren und Phospholipiden.
Weitere Inhaltsstoffe: Phytosterole, Gerbstoffe (Catechingerbstoffe und polymere Proanthocyanidine), Schleim.

Verwendeter Pflanzenteil:
Samen (Semen Cacao) und Samenschalen (Cortex Cacao).

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Purinbasen: mäßig diuretische, broncholytische, vasodilatorische und muskelrelaxierende Effekte, außerdem eine Verstärkung der Herzmuskelleistung. Sie wirken in Kakaoprodukten aber wesentlich schwächer als die Reinalkaloide durch die begleitenden Gerbstoffe und/oder Fettsäuren. Theobromin wird relativ rasch aus Kakaoprodukten resorbiert und in allen Körperflüssigkeiten angereichert. Maximale Konzentrationen wurden 2-3 Stunden nach der Aufnahme gemessen, der Übergang in Plasma, Speichel und Milch ist durch Untersuchungen belegt.

Weitere Wirkungen:
Anti-HIV-Wirkung: Catechine und Proanthocyanidine der Schale der Kakaobohnen hemmen den cytopathischen Effekt von HIV-Viren, die Wirkung beruht aber eher auf einer Beeinträchtigung der Virusabsorption als auf einer Einschränkung der Virusreplikation.

Unerwünschte Wirkungen:
Nach Einnahme von Dosen über 100 g Kakaopulver sollen Augenflimmern, Sehausfall, Pulsbeschleunigung und Kopfschmerzen aufgetreten sein.
Kakao und Kakaoprodukte können allergische Reaktionen mit Hautmanifestationen hervorrufen. Als Allergene werden Proteine in Betracht gezogen, deren Wirksamkeit im Laufe des Verarbeitungsprozesses sinkt. Die Allergiedisposition nimmt mit steigendem Alter der Patienten ab.
Auch Migräne und Kopfschmerzen können durch den Genuß von Kakaoprodukten ausgelöst werden. Hiefür werden die vasoaktiven Amine beta-Phenylethylamin, Tyramin, Tryptamin und Serotonin verantwortlich gemacht.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt: keine.
Erfahrungsmedizin:
Spastischer Husten, Durchfall u. a.

Empfohlene Dosierung:
Keine Angaben.

 
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