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Kiefernadelöl
Kiefernadelöl

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Wirkungen:
hyperämisierend
sekretolytisch, sekretomotorisch

Indikationen:
Atemwegserkrankungen
Neuralgien, Myalgien
rheumatische Beschwerden

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl

Lateinische Bezeichnung(en):
Pinus sylvestris L.

Stammpflanze:
Pinus sylvestris L. (Pinaceae)

Zusammensetzung:
Hauptkomponente (+)-alpha-Pinen (bis 50 %), daneben 3-Caren (bis 20 %), Camphen, beta-Pinen, Limonen, Bornylacetat und andere.

Gewinnung:
Durch Wasserdampfdestillation der frischen Nadeln oder Zweigspitzen (Aetheroleum Pini sylvestris).

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Kiefernadelöl wird sowohl inhalativ als auch peroral gut resorbiert. Im Bad wird der überwiegende Teil des ätherischen Öls über die Haut aufgenommen, ein kleiner Teil über die Atmung.
Sekretolytische, expektorationsfördernde, bronchospasmolytische Wirkung: Kiefernadelöl führt bei Inhalation direkt, bei peroraler Applikation reflektorisch zu einer Sekretverflüssigung. Bei zu hoher Dosierung kann, wie bei allen ätherischen Ölen, die bei Atemwegserkrankungen eingesetzt werden, ein Umkehreffekt auftreten. Speziell bei der Inhalation ist darauf zu achten.
Hyperämisierende Wirkung: Hyperämisierend wirkende Arzneistoffe sind gewebereizende Stoffe, die aber - im Gegensatz zu blasenziehenden, nekrotisierenden oder ätzenden Stoffen - lediglich Hyperämie und Rötung hervorrufen. Begleitet wird die Applikation hyperämisierend wirkender Arzneistoffe durch subjektiv wahrnehmbare Sensationen in Form von Wärmegefühl, Brennen, Juckempfindung sowie u. a. auch leichtem Schmerz. Kiefernadelöl dringt rasch in tiefere Schichten der Haut ein, sodaß die Wirkung sehr tiefgehend ist.
Wirkung bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden: Auf die intakte Haut aufgetragen führt Kiefernadelöl zu einem unspezifischen lokalen Reiz, der reflektorisch rheumatische und neuralgische Beschwerden günstig beeinflußt.

Weitere Wirkungen:
Antimikrobielle Wirkung: Kiefernadelöl zeigt eine antimikrobielle Wirkung, die an zahlreichen Erregern im Agardiffusionstest bewiesen werden konnte.

Unerwünschte Wirkungen:
Toxische Wirkungen sind bei den im Bad angewendeten Konzentrationen nicht zu erwarten. Bei perkutaner Anwendung wurden keine Hautirritationen beobachtet, an Schleimhäuten können allerdings Reizerscheinungen auftreten.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Äußerlich und innerlich: Bei katarrhalischen Erkrankungen der oberen und unteren Luftwege.
Äußerlich: Bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden.
In medizinischen Bädern: Zur unterstützenden Behandlung bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises im nicht akuten Stadium.

Empfohlene Dosierung:
Äußerlich: Einige Tropfen des ätherischen Öls werden an den betroffenen Bezirken eingerieben.
Inhalation: Einige Tropfen des ätherischen Öls werden in heißes Wasser gegeben und die Dämpfe eingeatmet.
Zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Erkrankungen in einer Konzentration, die eine Hyperämie der Haut gewährleistet.

 
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