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Korianderfrucht
Korianderfrucht

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Wirkungen:
Anregung der Speichel- und Magensaftsekretion, verdauungsfördernd
blähungstreibend, karminativ
spasmolytisch

Indikationen:
Appetitlosigkeit
Dyspeptische Beschwerden, Verdauungsstörungen

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl

Lateinische Bezeichnung(en):
Coriandrum sativum L.

Stammpflanze:
Coriandrum sativum L. (Apiaceae)

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl: 0,4- ca. 1 %, wobei der Gehalt je nach Herkunft der Droge sowohl quantitativ als auch qualitativ deutlich variiert. Das Öl reifer Früchte besteht fast ausschließlich aus Monoterpenalkoholen. Hauptbestandteil und Geruchsträger des Öls ist mit 60-70 % das D-(+)-Linalool. Für den etwaigen wanzenartigen Nebengeruch des Öls ist das trans-Tridecen-(2)-al-(1), das in unreifen Früchten vorkommt, verantwortlich.
Weitere Inhaltsstoffe: fettes Öl 13-21 % (Hauptkomponenten Petroselinsäure, Ölsäure und Linolensäure), Phenolcarbonsäuren, Cumarine, Phthalide, Triterpenalkohole.

Verwendeter Pflanzenteil:
Die nicht in die Teilfrüchte zerfallenen, getrockneten Früchte (Coriandri fructus).

Offizinell:
Coriandri fructus: mind. 0,3 % ätherisches Öl.

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Magen-Darm-Wirkungen: schwache spasmolytische, blähungstreibende und verdauungsfördernde Eigenschaften.

Weitere Wirkungen:
Antimikrobielle Wirkung: Sowohl das ätherische Öl als auch Extrakte zeigen im Agar-Diffusionstest eine antibakterielle Wirkung gegen zahlreiche Keime. Selbst die Korianderöldämpfe sind noch wirksam. Durch das Öl wird außerdem eine vollständige Wachstumshemmung bei zahlreichen Pilzen bewirkt.

Unerwünschte Wirkungen:
Bei bestimmungsgemäßer Verwendung (innerlich) traten bisher keine unerwünschten Wirkungen auf. Sensibilisierung ist bis jetzt nur für Atopiker oder bei konsequenter beruflicher Exposition bekannt, wobei die Symptome meist schwach ausgeprägt sind.
Ein geringes Risiko einer Photosensibilisierung könnte durch die Furoisocumarine Coriandrin und Dihydrocoriandrin bestehen. Zwar befinden sich diese Furoisocumarine nicht in der getrockneten Droge, aber sie treten im frischen Kraut junger Korianderpflanzen auf, welche in Europa als exotisches Gewürz (Cilantro, Chinesische Petersilie) zusehends Beachtung finden.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Dyspeptische Beschwerden, Appetitlosigkeit.

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis: 3 g Droge (= Berechnungsgrundlage); zur Teebereitung Früchte anstoßen (Freisetzung des ätherischen Öls!).

 
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