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Lavendelblüte
Lavendelblüte

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Wirkungen:
beruhigend
blähungstreibend, karminativ
hyperämisierend

Indikationen:
Blähungen
Nervöse Befindlichkeitsstörungen

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl

Lateinische Bezeichnung(en):
Lavandula angustifolia Mill.

Stammpflanze:
Lavandula angustifolia Mill. (Lamiaceae)

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl: 1-3 %, Hauptkomponenten Linalylacetat (30-50 %, qualitätsbestimmend!) und Linalool (20-50 %), gemeinsam bilden sie einen Anteil von 50-65 % des Öls. Weitere Komponenten: u. a. Ethyl-N-Amylketon als wichtiger Geruchsträger. 3 % des Öls werden von ca. 250 Spurenkomponenten gebildet.
Weitere Inhaltsstoffe: Sterole und Triterpene (Cholesterol, Campesterol, Stigmasterol, beta-Sitosterol und Ursolsäure), Gerbstoffe (5-10 %, vermutlich Rosmarinsäurederivate), Cumarinderivate (Umbelliferon und Herniarin), Flavonoide, Phenolcarbonsäuren.

Verwendeter Pflanzenteil:
Die kurz vor der völligen Entfaltung gesammelten und getrockneten Blüten und/oder Blütenstände (Flos Lavandulae).

Offizinell:
Lavandulae aetheroleum
Unguentum aromaticum (Aromatische Salbe, Windsalbe): Zusammensetzung: 36 Teile Erdnußöl, 36 Teile gehärtetes Erdnußöl, 15 Teile gelbes Wachs, 10 Teile Lorbeeröl, 1 Teil Lavendelöl, 1 Teil Rosmarinöl, 1 Teil Wacholderöl.

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Sedierende Wirkung: Die Inhalation von Lavendelöl oder von Linalool und Linalylacetat alleine bewirkt eine signifikante Abnahme der motorischen Aktivität bei Mäusen. I.p. Gabe von Lavendelöl in Dosen von 200-300 mg/kg KG vermindert bei männlichen Albinomäusen die spontane und auch die durch Amphetamin intensivierte motorische Aktivität. Beim Menschen konnten Schlafstörungen im gleichen Ausmaß gebessert werden wie mit synthetischen Sedativa.

Weitere Wirkungen:
Spasmolytische Wirkung: Linalool zeigt eine spasmolytische Wirkung, Lavendelöl bewirkte an Ratten antikonvulsive Effekte.
Antimikrobielle Wirkung: Linalool zeigt eine Hemmwirkung auf eine Vielzahl von Mikroorganismen, Linalylacetat ist weniger wirksam.

Unerwünschte Wirkungen:
Keine bekannt. In Dosen über 1 g soll das ätherische Öl Somnolenz hervorrufen.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Innerlich: Befindensstörungen wie Unruhezustände, Einschlafstörungen, funktionelle Oberbauchbeschwerden (nervöser Reizmagen, Meteorismus, nervöse Darmbeschwerden).
Äußerlich: in der Balneotherapie zur Behandlung von funktionellen Kreislaufstörungen.
Erfahrungsmedizin:
Inhalation (Lavendelkissen): Einschlafstörungen.

Empfohlene Dosierung:
Lavendelblüte:
Mittlere Tagesdosis: 1-2 Teelöffel Droge pro Tasse, mehrmals täglich.
Als Badezusatz: 20-100 g Droge auf 20 Liter Wasser.
Ätherisches Lavendelöl:
Innerlich: 1-4 Tropfen (20-80 mg) auf ein Stück Würfelzucker, 2-3mal täglich.
Berechnungsgrundlage: 4,5 g Droge, 150 mg ätherisches Öl.

 
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