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Majorankraut
Majorankraut

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Indikationen:
Dyspeptische Beschwerden, Verdauungsstörungen (Erfahrungsmedizin)

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl

Lateinische Bezeichnung(en):
Majorana hortensis Moench

Stammpflanze:
Majorana hortensis Moench (Lamiaceae)
Synonym: Origanum majorana L.

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl: 0,5-3,5 %. Das genuine Öl enthält vor allem cis-Sabinenhydrat (40-50 %), cis-Sabinenhydratacetat (20-30 %), trans-Sabinenhydrat (2 %) und Sabinen (10 %), die sich bei der Aufarbeitung zu anderen Verbindungen (Monoterpenkohlenwasserstoffe, z. B. alpha-Terpinen, gamma-Terpinen, Terpinolen und Limonen; Terpenalkohole, z. B. Terpinen-4-ol) umlagern, was sich auch in einer Änderung des Aromas des ätherischen Öls äußert.
Weitere Inhaltsstoffe: Flavone und Flavonglykoside, Phenole und Phenolglykoside (bis 1 % Arbutin, daneben Methylarbutin, Hydrochinon, Hydrochinonmonomethylether), Lamiaceengerbstoffe (2,3-9,4 %), Phenolcarbonsäuren (Kaffeesäure ca. 1,4 %, p-Cumarsäure u. a.), Polysaccharide, Triterpene und Sterole.

Verwendeter Pflanzenteil:
Blühende oberirdische Teile (Herba Majoranae).

Wirkungen:
Antivirale Wirkung: In Versuchen an infizierten Hühnerembryonen konnten antivirale Eigenschaften von Majoranextrakt gegenüber Newcastle-Virus und Herpes-simplex-Virus nachgewiesen werden. Tests mit Monolayerkulturen von Hühnerembryofibrioblasten brachten das gleiche Ergebnis.
Antimikrobielle Wirkung: Das Öl zeigte in unterschiedlichen Tests eine antimikrobielle Wirkung auf verschiedene Bakterienstämme.
Antioxidative Wirkung: Majoran trägt zur längeren Haltbarkeit von Nahrungsmitteln oder pharmazeutischen Präparaten bei.

Nicht ausreichend belegt ist die Wirkung der Droge als Diaphoretikum und harntreibendes Mittel sowie bei Krämpfen, Magen-Darm-Beschwerden, Lähmungen, Neurasthenie, Depressionen, Migräne, nervösen Kopfschmerzen, Schwindel, Krampfhusten und Schnupfen.

Unerwünschte Wirkungen:
Aufgrund des Gehaltes an Arbutin und Hydrochinon ist die Droge nicht für den Langzeitgebrauch geeignet. Bei topischer Applikation kann Hydrochinon zur Depigmentierung der Haut führen. Obwohl derartige Wirkungen von majoranhaltigen Salben nicht bekannt sind, wird von einer therapeutischen Anwendung der Salbe besonders bei Säuglingen und Kleinkindern auch abgeraten.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt: keine.
Erfahrungsmedizin:
Bei Krämpfen, als Diuretikum und Diaphoretikum, bei Magen- und Darmbeschwerden.

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis: 4,5 g Droge.

 
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