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Malvenblatt, Malvenblüte
Malvenblatt, Malvenblüte

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Wirkungen:
reizlindernd (Atemwege)
schleimhautprotektiv

Indikationen:
Entzündungen im Mund u. Rachen
Magenschleimhautentzündungen
Reizhusten

Inhaltsstoffe:
Polysaccharide

Lateinische Bezeichnung(en):
Malva neglecta Wallr.
Malva sylvestris L.

Stammpflanze:
Malva sylvestris L., Malva neglecta Wallr. (Malvaceae)

Inhaltsstoffe:
Inhaltsstoffe der Malvenblüte:
Polysaccharide: ca. 10 % Schleimstoffe. Bei Hydrolyse werden die Neutralzucker Galaktose, Glukose, Arabinose, Xylose und Rhamnose freigesetzt; der Galakturonsäuregehalt des Schleims liegt bei 24 %.
Weitere Inhaltsstoffe: Anthocyane, Gerbstoffe.
Inhaltsstoffe des Malvenblattes:
Polysaccharide: ca. 8 % Schleimstoffe. Bei Hydrolyse werden Galaktose, Glukose, Arabinose, Xylose und Rhamnose freigesetzt; der Galakturonsäuregehalt des Schleims liegt bei 19 %.
Weitere Inhaltsstoffe: Flavonoide (bemerkenswert ist das Vorkommen von Flavonolsulfaten), Gerbstoffe.

Verwendeter Pflanzenteil:
Laubblätter (Folium Malvae); Blüten (nur von Malva sylvestris subsp. mauritiana, Flos Malvae).
Synonym: Käsepappel.
(Zu "Malvenblüte" siehe auch Hibiskusblüte)

Offizinell:
Folium Malvae: Quellungsfaktor mind. 8.
Flos Malvae: Quellungsfaktor mind. 15.
Species Althaeae: 55 Teile Eibischblatt, 25 Teile Eibischwurzel, 15 Teile Süßholzwurzel, 5 Teile Malvenblüte.
Species pectorales: je 10 Teile Malvenblüte, Königskerzenblüte und Thymianblatt, je 20 Teile Eibischblatt und Eibischwurzel, 25 Teile Süßholzwurzel, 5 Teile Anis.

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Wirkung auf Haut und Schleimhaut: Durch einhüllende Effekte des Schleims werden entzündete Schleimhäute im Mund- und Rachenraum sowie im Magen-Darm-Trakt vor lokalen Reizungen geschützt. Konkrete experimentelle Untersuchungen liegen jedoch nicht vor.

Weitere Wirkungen:
Hemmung des Komplementsystems: Ein aus den Blüten von Malva sylvestris subsp. mauritiana isoliertes Rhamnogalakturonan wies eine 50 %ige Hemmung der hämolytischen komplementären Aktivität gegen Schafserythrocyten auf.

Unerwünschte Wirkungen:
Keine bekannt.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Bei Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum (Pharyngitis und Tracheitis) und damit verbundenem trockenen Reizhusten;
Erfahrungsmedizin:
Zur Reizlinderung bei Schleimhautentzündungen im Magen-Darm-Bereich.

Die dunkelvioletten Blüten stellen aufgrund ihres Schleimgehaltes eine sinnvolle Schmuckdroge in Hustenteemischungen dar.
(Hinweis: Im Lebensmittelhandel versteht man unter Malventee, "Afrikanischer Malve" oder Karkade die fleischigen, dunkelrot gefärbten Kelchblätter von Hibiscus sabdariffa, siehe Hibiskusblüte).

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis: 5 g Blatt- oder Blütendroge (= Berechnungsgrundlage).
Da Pflanzenschleime hitzeempfindlich sind, sollen die Auszüge mit Kaltwasser zubereitet werden.

 
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