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Mateblatt
Mateblatt

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Wirkungen:
analeptisch
diuretisch
positiv inotrop

Indikationen:
Ermüdung

Inhaltsstoffe:
Purinbasen

Lateinische Bezeichnung(en):
Ilex paraguariensis St.-Hil.

Stammpflanze:
Ilex paraguariensis St.-Hil. (Aquifoliaceae)

Inhaltsstoffe:
Methylxanthine: Coffein in wechselnden Mengen (0,3-2,4 %), zum Teil an Gerbstoffe gebunden, Theobromin (ca. 0,4 %) und Theophyllin.
Gerbstoffähnliche Substanzen: 4-16 %, hauptsächlich Derivate von Phenolcarbonsäuren, Kondensationsprodukte von Kaffeesäure, 5-O-Caffeoylchinasäure, Chlorogensäure.
Weitere Inhaltsstoffe: Flavonoide (Isoquercitrin, Kämpferolglykoside, Rutosid), Saponine (Bisdesmoside der Ursolsäure und Oleanolsäure), cyanogene Glykoside, ätherisches Öl.

Verwendeter Pflanzenteil:
Die gerösteten, getrockneten Blätter (Folium Mate).
Synonym: Paraguaytee, Jesuitentee.

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Anregende Wirkung: Aufgrund des Coffeingehaltes analeptisch, diuretisch, positiv inotrop, positiv chronotrop, glykogenolytisch und lipolytisch. Chlorogensäure u. a. sind aufgrund ihrer Komplexbildung mit Coffein und eigenen Effekten an der Drogenwirkung beteiligt. Der Anteil an Theobromin dürfte ebenfalls die Wirkungsweise beeinflussen.
Diuretische Wirkung: Über eine Steigerung der Nierendurchblutung wird die glomeruläre Filtrationsrate durch Methylxanthine erhöht.

Unerwünschte Wirkungen:
In üblicher Dosierung keine bekannt. Bei exzessivem Gebrauch tritt Gewöhnung ein. In epidemiologischen Studien wurde in Südamerika eine Koinzidenz zwischen dem Auftreten von Speiseröhrentumoren und dem häufigen Konsum von Mate gefunden.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Körperliche und geistige Ermüdung.

Empfohlene Dosierung:
Aufguß: mittlere Tagesdosis: 3 g Droge (= Berechnungsgrundlage).

 
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