Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Muskatnuß
Muskatnuß

Vollbildansicht

Wirkungen:
Anregung der Speichel- und Magensaftsekretion, verdauungsfördernd

Indikationen:
Blähungen (Erfahrungsmedizin)

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl

Lateinische Bezeichnung(en):
Myristica fragrans Houtt.

Stammpflanze:
Myristica fragrans Houtt. (Myristicaceae)

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl: 7-16 %, bis über 80 % davon Monoterpenkohlenwasserstoffe (alpha-Pinen, beta-Pinen u. a.), weiters Phenylpropanderivate (Myristicin, Safrol u. a.).
Fettes Öl

Verwendeter Pflanzenteil:
Die vom Samenmantel (Arillus) und der Samenschale befreiten Samen (Semen Myristicae).

Wirkungen:
Hemmung der Prostaglandinsynthese: konnte in vitro und im Tierversuch mehrmals nachgewiesen werden.
Psychotrope Wirkungen: Höhere Dosen wirken halluzinogen und psychotomimetisch. Für diese Effekte dürften Metaboliten des Myristicins verantwortlich sein, die eine amphetaminähnliche Struktur aufweisen.

Unerwünschte Wirkungen:
Die perorale Applikation von 1-3 Muskatnüssen (5-15 g Pulver) führen zu psychischen und körperlichen Symptomen, die bis zu intensiven Halluzinationen reichen können. Die Wirkung hält bis zu 14 Stunden an. Da als Nachwirkung oft eine Aversion gegenüber Muskatgeschmack auftritt, ist mit einer öfteren Einnahme als Rauschmittel nicht zu rechnen. Psychische Reaktionen bei Einnahme kleiner Dosen sind kaum zu erwarten.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt: keine.
Erfahrungsmedizin:
Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt wie Durchfall, Magenkrämpfe, Blähungen.

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis: 0,9-3 g Droge, 2-9 Tropfen ätherisches Öl.
Berechnungsgrundlage: 1,95 g Droge, 165 mg ätherisches Öl.

 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung