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Preiselbeerblätter
Preiselbeerblätter

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Wirkungen:
harndesinfizierend

Indikationen:
Harnwegsinfekte (Erfahrungsmedizin)

Inhaltsstoffe:
Phenolglukoside

Lateinische Bezeichnung(en):
Vaccinium vitis-idaea L.

Stammpflanze:
Vaccinium vitis-idaea L. (Ericaceae)

Inhaltsstoffe:
Phenolglukoside: 2-5 % Hydrochinonderivate, Hauptkomponente Arbutin.
Gerbstoffe: 5-8 %
Flavonoide

Verwendeter Pflanzenteil:
Laubblätter (Folium Vitis-idaeae)

Offizinell:
Fol. Vitis-idaeae: mind. 3,0 % Arbutin

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Harndesinfizierende Wirkung: Die genuin in der Droge vorliegenden Hydrochinonglykoside besitzen keine harndesinfizierende Wirkung. Arbutin wird nach oraler Zufuhr vermutlich nur zu einem geringen Teil resorbiert; es wird intestinal zu Hydrochinon und Glukose hydrolysiert. Nach der Resorption erfolgt die Entgiftung durch die Bindung an Glucuron- und Schwefelsäure und die Ausscheidung mit dem Harn. Weder Glucuronid noch Sulfatester des Hydrochinons haben antibakterielle Eigenschaften. Alkalisch reagierender Harn führt zu partieller Verseifung der Konjugate, erst das unmittelbar gebildete Hydrochinon wirkt antibakteriell.
Das "antibiotische" Wirkungsspektrum des Hydrochinons erstreckt sich auf zahlreiche Stämme der Gattungen Citrobacter, Enterobacter, Escherichia, Klebsiella, Proteus, Pseudomonas und Staphylococcus. Die für die Wirksamkeit des Arbutins notwendige Alkalität des Harns läßt sich durch pflanzliche Kost - bestehend aus Milch, Gemüse, besonders Tomaten, Früchten, Kartoffeln, Fruchtsäften - oder durch die Gabe von 6-8 g Natriumhydrogencarbonat/Tag erreichen. Die maximale antibakterielle Wirkung wird etwa 3-4 Stunden nach Gabe des Tees erreicht.

Unerwünschte Wirkungen:
Keine bekannt. Durch den geringeren Anteil an Gerbstoffen beliebter Ersatz für Bärentraubenblatt.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt: keine
Erfahrungsmedizin: entzündliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege.

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis: ca. 20 g Droge, Zubereitungen entsprechend 400-700 mg Arbutin.

 
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