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Schafgarbenkraut
Schafgarbenkraut

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Wirkungen:
adstringierend
Anregung der Speichel- und Magensaftsekretion, verdauungsfördernd
antiphlogistisch
choleretisch, cholagog
hämostyptisch
spasmolytisch

Indikationen:
Appetitlosigkeit
Dyspeptische Beschwerden, Verdauungsstörungen
Hauterkrankungen
Magenkrämpfe
Wundheilung

Inhaltsstoffe:
Sesquiterpene
Ätherisches Öl

Lateinische Bezeichnung(en):
Achillea millefolium s. l.

Stammpflanze:
Achillea millefolium s. l. (Asteraceae)

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl: Das Öl enthält eine Vielzahl von Monoterpenen, die quantitative Zusammensetzung ist je nach Art unterschiedlich. Die blaugefärbten Azulene werden bei der Destillation aus ungefärbten Vorstufen gebildet.
Sesquiterpenlaktone: Guaianolide, auch Oxa-guaianolide, Germacranolide u. a.
Flavonoide: u. a. Apigenin- und Luteolinglykoside.
Weitere Inhaltsstoffe: Stickstoffhaltige Verbindungen (ca. 0,05 % Betaine), Polyacetylene.

Verwendeter Pflanzenteil:
Die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile (Millefolii herba).

Unter dem Begriff "Schafgarbe" werden morphologisch, chemisch und genetisch unterschiedliche, aber nur schwer bestimmbare Sippen aus der Achillea-millefolium-Gruppe zusammengefaßt. Proazulene ähnlich jenen der Kamille finden sich hauptsächlich bei diploiden (z. B. A. asplenifolia) und tetraploiden Arten (z. B. A. collina). Hexa- und oktoploide Arten sind in der Regel frei von Proazulenen. Proazulenfreie Arten weisen im ätherischen Öl Sesquiterpene anderer Struktur auf. In der Volksmedizin wird nicht zwischen einzelnen Arten unterschieden.

Offizinell:
Millefolii herba: mind. 0,20 % ätherisches Öl, mind. 0,02 % Proazulene.

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Antiinflammatorische Wirkung: Proazulene und verschiedene Sesquiterpene zeigen ödemhemmende Effekte.
Spasmolytische Wirkung: Wäßrige und methanolische Auszüge (entspr. 0,5 g Droge) zeigen die gleiche spasmolytische Aktivität wie 0,5 mg Papaverin.
Choleretische Wirkung: tierexperimentell bestätigt.
Blutstillende Wirkung: Wäßrige Auszüge aus verschiedenen Achillea-Arten zeigten in vitro eine deutliche Beschleunigung der Blutkoagulation.

Unerwünschte Wirkungen:
Allergische Wirkungen: Einige Achillea-Sippen enthalten alpha-Methylen-gamma-laktone, die allergische Reaktionen mit Ausschlägen, Bläschenbildung und Juckreiz hervorrufen können.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Innerlich: Appetitlosigkeit, dyspeptische Beschwerden wie leichte krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich.
Äußerlich: in Form von Umschlägen oder Bädern bei entzündlichen Haut- und Schleimhauterkrankungen und als Wundheilmittel, Pelvipathia vegetativa.

Empfohlene Dosierung:
Innerlich: mittlere Tagesdosis: 4,5 g Droge (= Berechnungsgrundlage).
Äußerlich: für Bäder Auszug aus ca. 100 g Droge.

 
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