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Spitzwegerichblatt
Spitzwegerichblatt

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Wirkungen:
adstringierend
antimikrobiell
antiphlogistisch
reizlindernd (Atemwege)

Indikationen:
Atemwegserkrankungen
Entzündungen im Mund u. Rachen
Hauterkrankungen

Inhaltsstoffe:
Iridoide
Polysaccharide

Lateinische Bezeichnung(en):
Plantago lanceolata L.

Stammpflanze:
Plantago lanceolata L. (Plantaginaceae)

Inhaltsstoffe:
Iridoidglykoside: 2-3 %, darunter Aucubin und Catalpol.
Polysaccharide: ca. 2 % Schleim.
Weitere Inhaltsstoffe: Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, Phenylethanoide (z. B. Acteosid, Verbascosid).

Verwendeter Pflanzenteil:
Laubblätter (Folium Plantaginis).

Offizinell:
Folium Plantaginis
Sirupus Plantaginis

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Luftwege: Durch die einhüllende Wirkung des Schleims werden entzündete Schleimhäute insbesondere im Bereich des Hypopharynx und der Epiglottis vor lokalen Reizungen geschützt, wodurch der Hustenreiz peripher unterdrückt werden kann. Speziell für das Spitzwegerich-Fluidextrakt konnte eine ausgeprägte antitussive Wirkung nachgewiesen werden.

Weitere Wirkungen:
Antibakterielle Wirkung: Preßsäfte und wäßrige Extrakte zeigten in vitro gegen zahlreiche Erreger Effekte. Die antibakterielle Wirkung ist an Aucubigenin gebunden, das durch Hydrolyse aus Aucubin gebildet wird. Da bei der Herstellung von Infusen und Dekokten die dafür verantwortlichen Enzyme desaktiviert werden, soll derartigen Zubereitungen diese Wirkung fehlen.
Blutgerinnung: Wäßrige Auszüge beschleunigen die Blutgerinnung.
Immunstimulierende Wirkung: Die Polysaccharide steigern die Phagozytoseaktivität der Granulozyten.
Leberprotektive Wirkung: Experimentell konnte nachgewiesen werden, dass Aucubin und Acteosid die Leber bei Tetrachlorkohlenstoff-, Chloroform- und alpha-Amanitinintoxikationen schützen.
Entzündungshemmende Wirkung: Spitzwegerich-Fluidextrakt, Aucubin und Acteosid zeigen in verschiedenen Modellversuchen antiinflammatorische Wirkungen.

Unerwünschte Wirkungen:
Die für reines Aucubin berichteten toxischen Effekte sind wegen der geringen Menge in der Droge für die Therapie nicht relevant.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Innerlich: Katarrhe der Luftwege, entzündliche Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut.
Äußerlich: entzündliche Veränderungen der Haut.

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis: 3-6 g Droge. Berechnungsgrundlage: 4,5 g Droge

 
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