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Thymiankraut
Thymiankraut

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Wirkungen:
antimikrobiell
expektorierend
spasmolytisch

Indikationen:
Atemwegserkrankungen
Blähungen (Erfahrungsmedizin)
Dyspeptische Beschwerden, Verdauungsstörungen (Erfahrungsmedizin)
Krampfhusten

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl

Lateinische Bezeichnung(en):
Thymus vulgaris L.
Thymus zygis L.

Stammpflanze:
Thymus vulgaris L., Thymus zygis L. (Lamiaceae)

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl: 1-2,5 %, vorwiegend die isomeren Phenole Thymol und Carvacrol. Aufgrund des Vorkommens chemischer Rassen ist das ätherische Öl je nach Herkunft unterschiedlich zusammengesetzt.
Weitere Inhaltsstoffe: Flavonoide, Gerbstoffe, Phenolcarbonsäuren.

Verwendeter Pflanzenteil:
Von den Stengeln abgestreifte Blätter und Blüten (Thymi herba).

Offizinell:
Thymi herba: mind. 1,20 % ätherisches Öl und mind. 0,50 % wasserdampfflüchtige Phenole.
Thymi aetheroleum: Gewinnung durch Wasserdampfdestillation aus dem frischen Kraut. Für 7 Komponenten sind enge Konzentrationsbereiche vorgeschrieben.
Extractum Thymi fluidum
Gallerta saponata camphorata (Opodeldok): Schweineschmalz wird mit Natriumhydroxid verseift, Zusatz von Campher, Ammoniak, Rosmarinöl und Thymianöl.
Sirupus Thymi
Sirupus Thymi comp.: Zusatz von Natriumbromid.
Species pectorales: je 10 Teile Malvenblüte, Königskerzenblüte und Thymianblatt, je 20 Teile Eibischblatt und Eibischwurzel, 25 Teile Süßholzwurzel, 5 Teile Anis.

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Expektorierende Wirkung: Ätherisches Thymianöl induziert die Sekretion von Bronchialsekret und steigert die Zilienbewegung in den Bronchien.
Spasmolytische Wirkung: am Meerschweinchenileum (1/5 der Papaverinwirkung) und an der Meerschweinchentrachea (1/700 der Papaverinwirkung) ausgetestet.
Antimikrobielle Wirkung: Das ätherische Thymianöl und auch Komponenten daraus zeigten in zahlreichen Testsystemen Hemmwirkung sowohl gegen grampositive als auch gramnegative Bakterien. Wäßrige Extrakte von Thymus vulgaris hemmen das Wachstum und die Urease-Aktivität von Helicobacter pylori signifikant.

Unerwünschte Wirkungen:
Unverdünntes Öl besitzt eine starke lokale Reizwirkung.
Vorsicht bei Kleinkindern und Säuglingen: stark riechende Substanzen (z. B. Thymianöl) können, wenn sie im Bereich der Nase appliziert werden, einen Glottiskrampf auslösen.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Symptome der Bronchitis und des Keuchhustens, Katarrhe der oberen Luftwege.
Erfahrungsmedizin:
Völlegefühl, Blähungen.

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis: 4,5 g Droge (= Berechnungsgrundlage).

 
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