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Tollkirschenblatt
Tollkirschenblatt

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Wirkungen:
spasmolytisch

Indikationen:
Spasmen (Gastrointestinaltrakt, Gallenwege)

Inhaltsstoffe:
Alkaloide

Lateinische Bezeichnung(en):
Atropa belladonna L.

Stammpflanze:
Atropa belladonna L. (Solanaceae)

Inhaltsstoffe:
Alkaloide: 0,3-0,5 %, Hauptkomponente L-Hyoscyamin (bis 87 %), das beim Trocknen in das razemische Gemisch Atropin übergeht; weiters Scopolamin, Apoatropin.
Weitere Inhaltsstoffe: Flavonoide, Cumarine (Scopolin und Scopoletin), Gerbstoffe.

Verwendeter Pflanzenteil:
Blätter und blühende Zweigspitzen (Belladonnae folium).

Offizinell:
Belladonnae folium: mind. 0,30 % Gesamtalkaloide, berechnet als Hyoscyamin.
Belladonnae folii extractum siccum normatum: 0,95-1,05 % Gesamtalkaloide, berechnet als Hyoscyamin.
Tinctura Belladonnae: 0,028-0,032 % Gesamtalkaloide, berechnet als Hyoscyamin.

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Die Wirkungen der Blattdroge entsprechen jenen der Reinalkaloide Hyoscyamin bzw. Atropin. Allerdings zeigte ein Blattextrakt eine höhere anticholinerge Aktivität als aufgrund des Alkaloidgehaltes zu erwarten war. Extrakte führen zu einer Erschlaffung glattmuskulärer Organe und zu einer Beseitigung von Spasmen im Gastrointestinaltrakt und im Bereich der Gallenwege.

Unerwünschte Wirkungen:
Tollkirsche wird als sehr stark giftig klassifiziert. Vergiftungssymptome sind: Rötung des Gesichts, Trockenheit der Schleimhäute, beschleunigter Puls und Mydriasis.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Spasmen und kolikartige Schmerzen im Bereich des Gastrointestinaltraktes und der Gallenwege.

Empfohlene Dosierung:
Zur Anwendung dürfen ausschließlich Zubereitungen gelangen, die auf einen bestimmten Alkaloidgehalt standardisiert sind.
Die maximale Tagesdosis beträgt ca. 2 mg Gesamtalkaloide (= Berechnungsgrundlage).

 
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