Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Abbildungen und Graphiken
Huppertz B  
Das Epithel der Plazentazotten: Veränderungen des Trophoblasten bei Präeklampsie

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2005; 2 (2): 84-89

Volltext (PDF)    Summary    Abbildungen   


Abbildung
 
Villösen Trophoblasten - Differenzierung
Abbildung 1: Verlauf der Differenzierung des villösen Trophoblasten. Der Zottenbaum oben in der Abbildung repräsentiert einen Teil des gesamten Zottengewebes der Plazenta. Ausgehend davon findet sich von links nach unten ziehend ein Längsschnitt durch eine Zotte, bei der im unteren Bildteil vor allem das Zottenepithel, der villöse Trophoblast, hervorgehoben ist. In dieses Epithel sind die einzelnen Schritte der Differenzierung und des Umsatzes durch die Zahlen 1–6 symbolisiert und durch die schwarzen Pfeile der Verlauf gekennzeichnet. 1: Die Stammzellen im Verband des Zytotrophoblasten (CT) proliferieren und generieren Tochterzellen. 2: Diese mononukleären Tochterzellen verlassen den Zellzyklus und differenzieren, bis sie schließlich als letzten Schritt ihrer Differenzierung (3) mit dem Synzytiotrophoblasten (ST) fusionieren. 4: Innerhalb des Synzytiotrophoblasten kommt es zu weiteren Differenzierungsvorgängen, um den hohen Funktionsstatus dieses Gewebes aufrecht zu erhalten. 5: Letztendlich altern die Kerne des Synzytiotrophoblasten und werden in Synzytialknoten gesammelt. 6: Diese Synzytialknoten werden vom Synzytiotrophoblasten abgeschnürt und in die maternale Zirkulation abgegeben. Dort werden sie überwiegend in der Lunge der Mutter phagozytiert. Mod. nach [1].


Keywords: EmbryologiePlazentaReproduktionsmedizinSchemaTrophoblasten
 
 
Trophoblast
Abbildung 2: Die Qualität der Abgabe trophoblastären Materials. Links ist die normale apoptotische Abgabe gezeigt. Alte Kerne und anderes gealtertes Material werden in Synzytialknoten gesammelt und als Membran- umschlossene Gebilde nach außen in die maternale Zirkulation abgegeben. Ohne daß intrazelluläre Bestandteile nach außen gelangen, werden diese Strukturen von Makrophagen phagozytiert und somit aus der maternalen Blutbahn entfernt. Rechts ist die pathologische Freisetzung trophoblastären Materials bei Präeklampsie gezeigt. Hier wird apoptotisches Material nekrotisch freigesetzt (Aponekrose) und gelangt somit zellfrei in die maternale Blutbahn. Solange maternale Schutzsysteme dieses Material abfangen können, bleibt die Mutter ohne Schädigung. Bei einer Überschreitung der Kapazitäten der Schutzmechanismen der Mutter kommt es zu Schädigungen des Endothels mit nachfolgenden Symptomen bis hin zur Ausprägung der Präeklampsie. Mod. nach [1].


Keywords: EmbryologiePlazentaPräeklampsieReproduktionsmedizinSchemaTrophoblasten
 
 
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung