Krause und Pachernegg
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Dia-Präsentation von Solvay Pharma aus dem Jahr 2003
Omega-3-Fettsäuren in der Sekundärprävention (21 Abbildungen)
Übersicht
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Zum ersten Bild Abb. 14: Arrhythmie-Prävention durch Omega-3-Fettsäuren Abb. 15: Omega-3-Fettsäuren wirken rhythmus-stabilisierend in Kardiomyozyten Abb. 16: Omega-3-Fettsäuren reduzieren ventrikuläre Extrasystolen Aktuelles Bild - Abb. 17: EPA / DHA wirkt plaquestabilisierend (I) Abb. 18: EPA / DHA wirkt plaquestabilisierend (II) Abb. 19: Schwermetalle und Chemikalien in Fischen und Omega-3-Fettsäure-Präparaten Abb. 20: Omacor(R) – Produktion Zum letzten Bild
Abbildung 17: EPA / DHA wirkt plaquestabilisierend (I)
Die Gefahr kardiovaskulärer Ereignisse bei Atherosklerose ist in erheblichem Maße davon abhängig, wie ausgeprägt die Rupturneigung der atherosklerotischen Plaques ist. Hierfür spielt einerseits die strukturelle Stabilität der Plaquekappe, andererseits die Intensität inflammatorischer Prozesse innerhalb der Plaque eine Rolle. Thies et al. untersuchten in einer doppelblinden, randomisierten Studie bei 188 Patienten vor Endarteriektomie der Carotis die Auswirkungen einer Mischung aus Palm- und Sojaöl (Kontrolle), Sonnenblumenöl und eines Fischöl-Präparates (etwa 1,4 g EPA und DHA/Tag) auf die Plaquemorphologie und immunohistochemische Parameter. Der Median der Behandlungsdauer betrug 42 Tage. Biochemische und immunohistologische Untersuchungen wurden nach der Carotis-OP vorgenommen. Dabei zeigte sich, dass in der Gruppe, die Omega-3-Fettsäuren erhalten hatte, der Gehalt an Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) in den Plaques signifikant höher lag als in den beiden anderen Gruppen. Gleichzeitig war für die Inkorporation von EPA eine lineare Beziehung zwischen Expositionsdauer und Substanzspiegel in den Plaques festzustellen; dies spricht dafür, dass der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in den Plaques in der Studie noch nicht die Sättigungsgrenze erreicht hatte. Bereits nach einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von weniger als anderthalb Monaten war eine signifikante Reduktion des Anteils von Plaques mit dünner Fibrosekappe in der EPA/DHA-Gruppe im Vergleich zu der Sonnenblumenöl-Gruppe zu beobachten (15,1 % vs. 29,6 %, p = 0,0298). Zudem war der Anteil der Plaques, die die höchste Konzentration von Makrophagen enthielten, in der EPA/DHA-Gruppe mit 61,9 % signifikant niedriger als in der Sonnenblumenöl-Gruppe (80,6 %, p = 0,0372). Die Studie zeigt, dass Plaques dynamische Strukturen sind und rasch auf eine veränderte Fettsäurenzufuhr reagieren. Die plaquestabilisierende und antiinflammatorische Wirkung der Omega-3-Fettsäuren stellt möglicherweise einen der Mechanismen dar, die zu ihrer kardioprotektiven Wirkung beitragen.   Thies F, Garry J M C, Yaqoob P et al.: Association of n-3-polyunsaturated fatty acids with stability of artherosclerotic plaques: A randomized controlled trial. Lancet 2003; 361: 477-485
 
EPA / DHA wirkt plaquestabilisierend (I)
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Abbildung 17: EPA / DHA wirkt plaquestabilisierend (I)
Die Gefahr kardiovaskulärer Ereignisse bei Atherosklerose ist in erheblichem Maße davon abhängig, wie ausgeprägt die Rupturneigung der atherosklerotischen Plaques ist. Hierfür spielt einerseits die strukturelle Stabilität der Plaquekappe, andererseits die Intensität inflammatorischer Prozesse innerhalb der Plaque eine Rolle. Thies et al. untersuchten in einer doppelblinden, randomisierten Studie bei 188 Patienten vor Endarteriektomie der Carotis die Auswirkungen einer Mischung aus Palm- und Sojaöl (Kontrolle), Sonnenblumenöl und eines Fischöl-Präparates (etwa 1,4 g EPA und DHA/Tag) auf die Plaquemorphologie und immunohistochemische Parameter. Der Median der Behandlungsdauer betrug 42 Tage. Biochemische und immunohistologische Untersuchungen wurden nach der Carotis-OP vorgenommen. Dabei zeigte sich, dass in der Gruppe, die Omega-3-Fettsäuren erhalten hatte, der Gehalt an Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) in den Plaques signifikant höher lag als in den beiden anderen Gruppen. Gleichzeitig war für die Inkorporation von EPA eine lineare Beziehung zwischen Expositionsdauer und Substanzspiegel in den Plaques festzustellen; dies spricht dafür, dass der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in den Plaques in der Studie noch nicht die Sättigungsgrenze erreicht hatte. Bereits nach einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von weniger als anderthalb Monaten war eine signifikante Reduktion des Anteils von Plaques mit dünner Fibrosekappe in der EPA/DHA-Gruppe im Vergleich zu der Sonnenblumenöl-Gruppe zu beobachten (15,1 % vs. 29,6 %, p = 0,0298). Zudem war der Anteil der Plaques, die die höchste Konzentration von Makrophagen enthielten, in der EPA/DHA-Gruppe mit 61,9 % signifikant niedriger als in der Sonnenblumenöl-Gruppe (80,6 %, p = 0,0372). Die Studie zeigt, dass Plaques dynamische Strukturen sind und rasch auf eine veränderte Fettsäurenzufuhr reagieren. Die plaquestabilisierende und antiinflammatorische Wirkung der Omega-3-Fettsäuren stellt möglicherweise einen der Mechanismen dar, die zu ihrer kardioprotektiven Wirkung beitragen.   Thies F, Garry J M C, Yaqoob P et al.: Association of n-3-polyunsaturated fatty acids with stability of artherosclerotic plaques: A randomized controlled trial. Lancet 2003; 361: 477-485
 
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