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Strupp M
Diagnostik und Therapie vestibulärer Störungen
Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2010; 11 (3): 54-62

Volltext (PDF)    Summary    Praxisrelevanz    Übersicht   

Aktuelles Bild - Abb. 1a-c: VOR Abb. 2: BPPV Abb. 3: Eimertest Abb. 41-4: BPPV
Abbildung 1a-c: VOR
Klinische Untersuchung des horizontalen vestibulo-okulären Reflexes (VOR) [4]. Zur Prüfung des horizontalen VOR hält man den Kopf des Patienten zwischen beiden Händen, bittet diesen, ein Ziel zu fixieren und führt schnelle horizontale Kopfbewegungen nach rechts und links durch: Beim Gesunden führen diese Kopfrotationen zu raschen, entgegengesetzten kompensatorischen Augenbewegungen (die die gleiche Geschwindigkeit haben wie die Kopfbewegung, sodass das Bild auf der Retina stabil bleibt) (a). Bei einseitigem Labyrinthausfall (in [b] am Beispiel des Ausfalls des rechten horizontalen Bogengangs erläutert) bewegen sich die Augen bei Kopfrotationen zur betroffenen Seite mit dem Kopf mit. Der Patient muss deshalb eine Sakkade machen, um das Ziel wieder fixieren zu können. Diese Refixationssakkade ist das klinische Zeichen für ein Defizit des vestibulo-okulären Reflexes (VOR). Auf diese Weise können ein- und beidseitige Störungen des VOR einfach diagnostiziert werden. In (c) ist die Untersuchungssituation dargestellt.
 
VOR
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Abbildung 1a-c: VOR
Klinische Untersuchung des horizontalen vestibulo-okulären Reflexes (VOR) [4]. Zur Prüfung des horizontalen VOR hält man den Kopf des Patienten zwischen beiden Händen, bittet diesen, ein Ziel zu fixieren und führt schnelle horizontale Kopfbewegungen nach rechts und links durch: Beim Gesunden führen diese Kopfrotationen zu raschen, entgegengesetzten kompensatorischen Augenbewegungen (die die gleiche Geschwindigkeit haben wie die Kopfbewegung, sodass das Bild auf der Retina stabil bleibt) (a). Bei einseitigem Labyrinthausfall (in [b] am Beispiel des Ausfalls des rechten horizontalen Bogengangs erläutert) bewegen sich die Augen bei Kopfrotationen zur betroffenen Seite mit dem Kopf mit. Der Patient muss deshalb eine Sakkade machen, um das Ziel wieder fixieren zu können. Diese Refixationssakkade ist das klinische Zeichen für ein Defizit des vestibulo-okulären Reflexes (VOR). Auf diese Weise können ein- und beidseitige Störungen des VOR einfach diagnostiziert werden. In (c) ist die Untersuchungssituation dargestellt.
 
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