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Strupp M
Diagnostik und Therapie vestibulärer Störungen
Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2010; 11 (3): 54-62

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Abb. 1a-c: VOR Abb. 2: BPPV Abb. 3: Eimertest Aktuelles Bild - Abb. 41-4: BPPV
Abbildung 41-4: BPPV
Therapie des benignen, peripheren paroxysmalen Lagerungsschwindels (BPPV) mit dem Befreiungsmanöver nach Semont [8], ausgehend von einer Kanalolithiasis des linken posterioren Bogengangs. (1) In sitzender Ausgangsposition wird der Kopf um 45° zum nicht betroffenen („gesunden“) Ohr gedreht. (2) Lagerung des Patienten nach links, d. h. zum betroffenen Ohr unter Beibehaltung der Kopfrotation: Dies löst eine Bewegung der Teilchen im posterioren Bogengang entsprechend der Schwerkraft aus und führt zu einem rotierenden erschöpflichen Nystagmus zum unten liegenden Ohr. Diese Position sollte der Patient ca. 1 min. einnehmen. (3) Der Patient wird unter Beibehaltung der Kopfdrehung im raschen Schwung zum nicht betroffenen Ohr gekippt („großer Wurf“), wobei nun die Nase nach unten zeigt. Jetzt bewegen sich die Teilchen zum Ausgang des posterioren Bogengangs. Auch diese Position soll mindestens 1 min. beibehalten werden. (4) Der Patient richtet sich langsam auf. Die Teilchen gelangen in den Utrikulusraum, wo sie keinen Drehschwindel mehr auslösen können. Diese Sequenz (1–4) sollte jeweils 3× morgens, mittags und abends durchgeführt werden, in der Regel sind die Patienten so nach 3 Tagen beschwerdefrei.
 
BPPV
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Abbildung 41-4: BPPV
Therapie des benignen, peripheren paroxysmalen Lagerungsschwindels (BPPV) mit dem Befreiungsmanöver nach Semont [8], ausgehend von einer Kanalolithiasis des linken posterioren Bogengangs. (1) In sitzender Ausgangsposition wird der Kopf um 45° zum nicht betroffenen („gesunden“) Ohr gedreht. (2) Lagerung des Patienten nach links, d. h. zum betroffenen Ohr unter Beibehaltung der Kopfrotation: Dies löst eine Bewegung der Teilchen im posterioren Bogengang entsprechend der Schwerkraft aus und führt zu einem rotierenden erschöpflichen Nystagmus zum unten liegenden Ohr. Diese Position sollte der Patient ca. 1 min. einnehmen. (3) Der Patient wird unter Beibehaltung der Kopfdrehung im raschen Schwung zum nicht betroffenen Ohr gekippt („großer Wurf“), wobei nun die Nase nach unten zeigt. Jetzt bewegen sich die Teilchen zum Ausgang des posterioren Bogengangs. Auch diese Position soll mindestens 1 min. beibehalten werden. (4) Der Patient richtet sich langsam auf. Die Teilchen gelangen in den Utrikulusraum, wo sie keinen Drehschwindel mehr auslösen können. Diese Sequenz (1–4) sollte jeweils 3× morgens, mittags und abends durchgeführt werden, in der Regel sind die Patienten so nach 3 Tagen beschwerdefrei.
 
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