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Fragen und Antworten
Michel-Behnke I
Nicht-kardiale Operationen bei erwachsenen Patienten mit angeborenen Herzfehlern (EMAH)

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2012; 19 (7-8): 232-239

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Keywords: angeborener HerzfehlerEMAHErwachsenenicht-kardiale Operation


1. Ein 40 Jahre alter Patient mit univentrikulärer Kreislaufphysiologie wird mit akuter Appendizitis stationär aufgenommen. Er ist dyspnoeisch, die Sauerstoffsättigung beträgt 85 %, die Herzfrequenz 120/min, der Blutdruck 90/50 mmHg.Welche Maßnahmen sind nicht geeignet zur Stabilisierung?
  • a. Unverzügliche laparaskopische Operation, da eine Perforation droht.
  • b. Intubation und PEEP-Beatmung, da ein Lungenödem durch Herzinsuffizienz vorliegt.
  • c. Medikamentöse oder elektrische Kardioversion, da wahrscheinlich eine Vorhofarrhythmie vorliegt.
  • d. Noradrenalin als Dauerinfusion, da eine infektionsbedingte (Sepsis-) Hypotonie besteht.



2. Eine 28 Jahre alte Patientin mit Eisenmenger-Syndrom wird zur operativen Versorgung einer Unterschenkelfraktur stationär aufgenommen. Sie hat eine normale Atmung, eine Sauerstoffsättigung von 80 %, der Blutdruck beträgt 125/70 mmHg, der Hämoglobingehalt ist 10 mg/dl. Im Rahmen der präoperativen Vorbereitung treffen Sie folgende richtigen Maßnahmen:
  • a. Perioperative Transfusion von Erythrozytenkonzentrat.
  • b. Luftfilter an alle venösen Zuleitungen.
  • c. Flüssigkeitsrestriktion, um das Herz nicht zu überlasten
  • d. Zügige Intubation und NO- (Stickstoffmonoxid-) Beatmung, um den pulmonalarteriellen Druck zu senken.



3. Ein 49-jähriger Patient wird nach einem stumpfen Bauchtrauma stationär aufgenommen. Der Blutdruck ist niedrig normal, die Sauerstoffsättigung ist 83 %. Er ist bei Bewusstsein und beantwortet die Frage nach Vorerkrankungen mit der Antwort, er habe eine Fallot-Tetralogie. Am Thorax entdecken Sie eine laterale Thorakotomienarbe links. Auf welche Situationen müssen Sie sich am ehesten einstellen?
  • a. Der Patient hat eine Pulmonalembolie.
  • b. Der Patient ist korrigierend operiert und kann nach den üblichen Therapie-Algorithmen behandelt werden, benötigt aber vermehrt Volumenzufuhr.
  • c. Nach Intubation ist eine normale Oxygenierung zu erwarten, da der Patient eine Ausschöpfungszyanose hat.
  • d. Der Patient hat ein erhöhtes Risiko einer zerebralen Embolie.



 
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