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Fragen und Antworten
Rickert A, Kienle P
Kontinenzprobleme und Darmfunktionsstörungen nach kolorektalen Resektionen

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2013; 11 (4): 14-22

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Keywords: DarmfunktionsstörungKolonresektionRektumresektionStuhlinkontinenz„Low Anterior Resection Syndrome“


1. Welche Antwort zu Funktionsstörungen nach kolorektalen Resektionen trifft nicht zu?
  • a. Die Stuhlfrequenz ist bei ca. 90 % der Patienten nach segmentaler Kolonresektion normal.
  • b. Ein relevante Inkontinenz tritt bei 10–20 % der Patienten nach Kolonresektion auf.
  • c. Funktionsstörungen nach Rektumresektion treten bei bis zu 75 % der Patienten auf.
  • d. Die Funktionsstörungen haben nicht zwangsläufig einen Einfluss auf die Lebensqualität.
  • e. Sie sind nach Kolonresektionen häufiger als nach Rektumresektionen.



2. Was gehört nicht zum „Low Anterior Resection Syndrome“?
  • a. Inkontinenz für Winde und flüssigen Stuhl
  • b. Erniedrigte Stuhlfrequenz
  • c. Schmerzhafte Stuhlentleerung
  • d. Fraktionierte unvollständige Stuhlentleerung
  • e. Imperativer Stuhldrang



3. Welche Antwort trifft nicht zu?
  • a. Einflussfaktoren auf die postoperative kolorektale Funktion sind Höhe der Anastomose, OP-Methode und Bestrahlung in der Anamnese.
  • b. Reduzierter Ruhe- und Kneiftonus des analen Sphinkters sind häufige Befunde nach Rektumresektionen.
  • c. Das Reservoirvolumen des Neorektums ist postoperativ vermindert, die rektale Compliance erhöht.
  • d. Eine strukturelle Schädigung des internen Sphinkters lässt sich endosonographisch in bis zu 18 % der Patienten nach Rektumresektion darstellen.



4. Welche Aussage zur Therapie von Funktionsstörungen nach kolorektalen Resektionen trifft zu?
  • a. Es liegen ausreichend qualitativ hochwertige Studien zur Bewertung der einzelnen Therapiearten vor.
  • b. Amitryptilin wird in der konservativen Behandlung der Inkontinenz erfolgreich eingesetzt.
  • c. SNS und PTNS sind der konservativen Therapie eindeutig unterlegen.
  • d. Eine permanente Stomaanlage sollte nur als Ultima Ratio erfolgen, da die Lebensqualität hierdurch nachgewiesenermaßen stark eingeschränkt wird.
  • e. Die Behandlung der Funktionsstörungen nach kolorektaler Resektion ist einfach und in der Regel durch spezifische Behandlungsmodalitäten erfolgreich.



 
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