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Fragen und Antworten
Bollmann J, Langgartner J
Rationale antibiotische Therapie beim Multiorganversagen

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2013; 11 (3): 7-11

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Keywords: antibiotische TherapieIntensivstationLeberinsuffizienzNiereninsuffizienzPharmakodynamikPharmakokinetiksepsis


1. Bei einem septischen Patienten soll eine antibiotische Therapie begonnen werden. Welche Aussagen treffen zu?
  • a. Das lokale Resistenzspektrum spielt initial keine Rolle, da immer ein möglichst breites Erregerspektrum durch die antibiotische Therapie abgedeckt wird.
  • b. Bei Nachweis eines Erregers und Erhalt des Antibiogramms ist eine Deeskalation anzustreben.
  • c. In der beginnenden Sepsis ist das Verteilungsvolumen erhöht.
  • d. Als häufigster Fokus beim hospitalisierten Patienten findet man Katheterinfektionen.
  • e. Eine Sanierung der Infektquelle sollte, wenn es möglich ist, immer erfolgen.



2. Pharmakodynamik und Pharmakokinetik spielen bei der antibiotischen Therapie eine wichtige Rolle. Welche Aussagen treffen zu?
  • a. Eine verlängerte Infusionsdauer ist bisher nur für Doripenem zugelassen und somit auch nur bei dessen Einsatz sinnvoll.
  • b. Penicilline und Cephalosporine sollten so dosiert werden, dass eine Konzentration über mindestens das 10-Fache der MHK des Erregers garantiert ist.
  • c. Die Haltbarkeit von hergestellten Lösungen ist begrenzt, was bei einer längeren Infusionsdauer von Antibiotika berücksichtigt werden muss.
  • d. Bei Makroliden ist ein therapeutisches Monitoring mittels Blutkonzentrationsmessung hilfreich.
  • e. Die Pharmakodynamik wird im Gegensatz zur -kinetik beim kritisch kranken Patienten vor allem von Patientenfaktoren beeinflusst



3. Eine Einschränkung der Nierenfunktion ist bei vielen Patienten auf der Intensivstation zu beobachten. Welche Aussagen treffen zu?
  • a. Auch eine Massentransfusion oder erschwertes Volumenmanagement kann auf der Intensivstation ein Nierenersatzverfahren erforderlich machen.
  • b. Auf der Intensivstation hat ein akutes Nierenversagen nur sehr selten seine Ursache in der Sepsis.
  • c. Beim Einsatz lipophiler Antibiotika muss trotzdem eine eingeschränkte Nierenfunktion beachtet werden, wenn hydrophile Metabolite gebildet werden.
  • d. Antibiotika mit einer konzentrationsabhängigen Wirksamkeit sollten vor und Antibiotika mit einer zeitabhängigen Wirksamkeit am Ende einer Dialysetherapie verabreicht werden.
  • e. Eine relevante Verminderung der GFR < 30 % erfordert bei gleichzeitig nicht renal eliminiertem Antibiotikumsanteil von 70 % eine Dosisanpassung.



 
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