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Praxisrelevanz
Zimmermann A, Weber MM
Schilddrüsenerkrankungen in der Schwangerschaft

Journal für Gynäkologische Endokrinologie 2012; 6 (1) (Ausgabe für Österreich): 6-12
Journal für Gynäkologische Endokrinologie 2012; 6 (1) (Ausgabe für Schweiz): 7-13

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- Eine Hypothyreose während der Schwangerschaft liegt bei TSH-Werten > 2,5 mU/l vor. Eine L-Thyroxin- Substitution ist bei manifester Hypothyreose sowie bei latenter Hypothyreose und positivem Anti-TPO-Titer obligat. Bei latenter Hypothyreose ohne Anti-TPO-Positivität ist aufgrund der potenziellen Vorteile und geringen Nachteile eine Substitution zu erwägen.
- Eine subklinische Hyperthyreose bedarf keiner Therapie. Für die Therapie eines floriden M. Basedow kommen Thyreostatika zum Einsatz, wobei Propylthiouracil aufgrund seiner möglichen Hepatotoxizität auf das 1. Trimenon beschränkt werden muss, während Carbimazol/ Thiamazol aufgrund des malformativen Potenzials erst nach dem 1. Trimenon gegeben werden darf.
- Die häufigste Ursache der postpartalen Hyperthyreose ist die Postpartum-Thyreoiditis.
- Bei differenzierten Schilddrüsenkarzinomen kann meistens die chirurgische Therapie bis nach der Schwangerschaft verschoben werden. Liegt eine signifikante Größenzunahme bis zur 24. SSW oder ein Lymphknotenbefall vor, wird die Operation im 2. Trimenon empfohlen.
- Ein schwerer Jodmangel stellt die häufigste verhinderbare Ursache eines intellektuellen Defizites dar. Eine adäquate Jodversorgung während der Schwangerschaft und Stillzeit ist notwendig.

 
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