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Praxisrelevanz
Schirpenbach C, Allolio B
Management von Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen in der Schwangerschaft

Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel - Austrian Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism 2012; 5 (2): 7-11

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- Bei hinreichendem klinischem Verdacht auf einen Morbus Addison in der Schwangerschaft muss bereits vor Erhalt der Befunde mit einer empirischen Glukokortikoidgabe begonnen werden.
- Im 3. Trimenon sollte eine Dosiserhöhung von Hydrokortison um 30–50 % erfolgen, wobei dieses Vorgehen kontrovers diskutiert wird.
- Die graviditätsbedingten Veränderungen der kortikotropen Achse erschweren die Diagnostik bei Verdacht auf ein Cushing-Syndrom; empfohlen wird die Messung des freien Kortisols im Urin, des Mitternachtskortisols sowie des Tagesprofils von Kortisol im Speichel.
- Bei einem Cushing-Syndrom in der Schwangerschaft sollte ein chirurgisches Vorgehen angestrebt werden, nur im 3. Trimenon können Adrenostatika (Metyrapon) eine Alternative darstellen.
- Bei einer Akromegalie kann die wachstumshormonsupprimierende Therapie in der Schwangerschaft meist pausiert werden.
- Bei einem Prolaktinom sollte die Behandlung mit Dopaminagonisten beendet werden, außer bei bestimmten Fällen eines Makroadenoms mit extrasellärem Tumorwachstum.
 
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