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Praxisrelevanz
Reichhardt A, Reichhardt P
Gastrointestinale Stromatumoren: Aktuelle medikamentöse Strategien

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2012; 10 (4): 19-24

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Gastrointestinale Stromatumoren treten vorzugsweise im Magen und Dünndarm, seltener im Rektum oder Ösophagus auf. Operable lokalisierte GISTs sollten vollständig chirurgisch entfernt werden. Gemäß der Klassifikation von Miettinen erfolgt nach potenziell kurativer Resektion die Einteilung der Tumoren nach ihrem Rezidivrisiko. Standard ist zudem die Bestimmung des Mutationsstatus. Patienten mit einem signifikanten Rezidivrisiko werden 3 Jahre adjuvant mit 400 mg Imatinib behandelt mit Ausnahme von Patienten mit einer D842V-Mutation. Inoperable lokalisierte oder metastasierte GISTs werden primär systemisch mit 400 mg Imatinib behandelt. Patienten mit einer Exon-9-Mutation erhalten eine Dosierung von 800 mg Imatinib. Die Therapie wird kontinuierlich bis zum Progress oder zur Intoleranz fortgesetzt. Bei einem Progress wird die Dosis auf 800 mg Imatinib eskaliert. Bei einer weiteren Tumorprogression oder bei nicht supportiv beherrschbarer Unverträglichkeit erfolgt eine Therapieumstellung auf Sunitinib 50 mg/Tag über 4 Wochen, gefolgt von 2 Wochen Therapiepause. Bei einem Progress unter Imatinib und Sunitinib stehen keine zugelassenen Optionen mehr zur Verfügung. Es erfolgt eine Vorstellung des Patienten in erfahrenen Zentren zum Einschluss in experimentelle Therapiekonzepte.
 
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