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Praxisrelevanz
Berger T
Neue orale immunmodulierende Therapien bei Multipler Sklerose

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2014; 15 (1): 7-14

Volltext (PDF)    Summary    Praxisrelevanz   

-Innerhalb der letzten 20 Jahren wurden 6 immunmodulierende bzw. selektiv immunsuppressive Medikamente zur Behandlung der schubförmigen MS (In terferon-beta-[IFN-beta-] 1a i.m., IFN-beta-1a s.c., IFN-beta-1b, Glatirameracetat, Natalizumab und Fingolimod) zugelassen und diese haben bei individuellen Patienten die Krankheitsaktivität und demnach die Lebensqualität nachhaltig positiv beeinflusst.
– Die für den klinischen Alltag bedeutsame Erweiterung des therapeutischen Spektrums bei schubfömiger MS um neue orale Medikamente wird 2014 erwartet: Teriflunomid, Dimethylfumarat und Laquinimod.
– Die 3 neuen oralen Therapien haben in ihren Zulassungsstudien unterschiedliche Effektschwerpunkte gezeigt, die möglicherweise Ausdruck ihrer postulierten spezifischen Wirkmechanismen sind, andererseits aber auch methodisch aufgrund der gegenwärtig gebräuchlichen Studiendesigns bedingt sein könnten und damit die Limitationen der Überprüfung potenziell innovativer Therapien in heutzutage verfügbaren Patientenkohorten aufzeigen.
– Alle 3 neuen oralen Therapien haben ein günstiges Sicherheitsprofil mit transienten Problemen in der Verträglichkeit und offenbar geringen Nebenwirkungen/Risiken. Einzige bisherige Ausnahme hiervon ist das teratogene Risiko bei Teriflunomid, das eine effektive Kontrazeption während der Behandlung bzw. ein aktives Auswaschen der Substanz bei Kinderwunsch/Schwangerschaft erfordert.
– Bei sich erweiterndem Therapiespektrum werden Nutzen-Risiko-Evaluationen von krankheitsmodifizierenden Therapien für individuelle Therapieentscheidungen in der täglichen klinischen Praxis zunehmend bedeutsam.
 
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