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Praxisrelevanz
Wertgen T
Blutdrucksenkung durch Entspannung

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2014; 18 (4): 155-157

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Die vorgestellten Verfahren stellen eine Auswahl aus vielen Möglichkeiten dar. Der beste Effekt ist aus eigener Erfahrung durch die Kombination verschiedener Methoden wie zum Beispiel Biofeedback, Stressmanagement, Entspannung und individualisierte Therapieverfahren zu erwarten. Diese therapeutischen Interventionen führen zur Reduktion des Sympathikotonus sowie zu einem Anstieg der vagalen Aktivität und damit zur Verbesserung der autonomen Balance. Die Nachhaltigkeit dieses Effektes konnte bisher für eine Dauer von 0,5–4 Jahren gezeigt werden [38]. Sinnvoll sind die Verfahren bei Patienten mit unerwünschten Nebenwirkungen antihypertensiver Medikamente, einem frühen Hypertoniestadium, einem hohen Stresslevel im Alltag bei gleichzeitiger hoher Motivation. Zudem erscheint ein präventiver Ansatz sinnvoll. Sicherlich sind weitere Studien zu diesem Thema wissenschaftlich relevant. Die Praxis lehrt uns im ärztlichen Alltag, die Suche nach persönlichen Lösungen zu fördern. Gerne rufe ich Patienten in diesem Kontext die Idee der zweckfreien Muße in Erinnerung und zitiere hierzu abschließend Kollegen Lütz [39]: „Muße aber ist die zweckfreie Zeit, in der man geistig anregenden Gesprächen nachgeht, Musik genießt, die Natur erlebt oder einem geliebten Menschen nahe ist. Wer sich nur unterhält, um nützliche Informationen oder Kontakte zu bekommen, Musik und Natur um der Erholung willen einsetzt, merkt gar nicht, dass er auf dem besten Weg ist, das Leben zu verpassen.“
 
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