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Praxisrelevanz
John H et al.
Rekonstruktive Urologie des oberen und unteren Harntraktes - ein Therapieupdate

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2009; 16 (1) (Ausgabe für Österreich): 7-14
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2009; 16 (1) (Ausgabe für Schweiz): 8-14

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- Harnröhrenchirurgie: Eine erstmalige kurzstreckige Urethrastriktur kann als kurative Therapie eine Urethrotomie analog Sachse versucht werden. Wiederholte Inzisionen sollten vermieden werden, da ansonsten die Spongiofibrose und Strikturlänge zunehmen. Bei einem Strikturrezidiv nach Sachse-Urethrotomie ist eine offene Rekonstruktion indiziert.
- Nierenbeckenplastik: Die Nierenbeckenplastik ist eine Domäne der laparoskopischen Versorgung geworden. Durch den minimalinvasiven Eingriff ist nicht nur ein der offenen Operation ebenbürtiges Verfahren gegenübergestellt worden, durch die in der Regel drei Trokare können die Hautwunden minimiert werden und dadurch eine schnelle Rekonvaleszenz und damit Entlassung aus dem stationären Bereich erzielt werden. In Kliniken, in denen ein DaVinci-System steht, stellt diese Operation eine ideale roboterassistierte Indikation dar.
- Harnleiterersatz: Der Harnleiterersatz bleibt in allen Bereichen nach wie vor eine Herausforderung an den operativ Tätigen. Solange eine End-zu-End-Anastomose bzw. bei distalen Strikturen die Psoas-Hitchoder Boari-Plastik durchführbar ist, kann auf ein Ileuminterpronat verzichtet werden, welches zusätzlich die Problematik der potenziellen Rückresorption harnpflichtiger Substanzen in sich birgt.
- Harnblasenersatz: Heute kann beiden Geschlechtern in gleicher Weise der orthotope Harnblasenersatz angeboten werden, welches besonders im jüngeren Patientenkollektiv geschätzt wird, da durch ein intaktes "Bodyimage" die Lebensqualität weniger beeinflusst wird.
- Tissue Engineering: Auch in der Urologie werden in absehbarer Zeit Tissue Engineering und Stammzelltherapie die klinische Therapie beeinflussen. Die Ergebnisse aus den verschiedenen Labors sind, wie auch erste klinische Einsätze, vielversprechend. Durch diese neuen Therapieformen werden bereits versierte Verfahren in der Zukunft eine weiter verbesserte Funktionalität beim Patienten erzielen.
 
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