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Praxisrelevanz
Baghai TC et al.
DFP: Antidepressive Pharmakotherapie: Aktueller Stand und neue Entwicklungen

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2011; 12 (1): 70-81

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Depressive Störungen sind unterschätzte Erkrankungen, die noch immer häufig unerkannt bleiben und noch häufiger nicht adäquat behandelt werden. Sie verursachen daher weltweit hohe sozioökonomische Kosten für die Gesellschaft und vermeidbares Leid für die Erkrankten und Angehörigen. Während der vergangenen 4 Jahrzehnte wurde eine Vielzahl antidepressiver Behandlungsformen verfügbar. Generell wird bei mittel- bis schwergradigen Depressionen der kombinierte Einsatz einer psychopharmakologischen Therapie mit psycho- und soziotherapeutischen Maßnahmen empfohlen. Die Fortschritte der antidepressiven Pharmakotherapie der vergangenen 10 Jahre bestanden hauptsächlich darin, immer besser verträgliche Präparate zu entwickeln. Allerdings wurden und werden die therapeutischen Möglichkeiten auch bei schwierig zu behandelnden Depressionen, den so genannten therapieresistenten Erkrankungen, durch die Einführung neuer und neu kombinierter selektiver Wirkmechanismen ständig erweitert. Im Mittel gibt es nur wenige Wirksamkeitsunterschiede zwischen verschiedenen Antidepressivaklassen, für individuelle Patienten und für diagnostische Subgruppen depressiver Störungen sind jedoch durchaus Wirksamkeitsunterschiede bekannt. Zudem spielen für Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Therapie das Alter der Patienten und somatische Komorbiditäten eine nicht unbeträchtliche Rolle. Eine individualisierte Differenzialdiagnostik und -therapie ist daher Voraussetzung für eine besser und schneller wirksame, gut verträgliche und damit auch die Compliance fördernde erfolgreiche Therapie depressiver Störungen.
 
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