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Niessner A et al.  
"Aspirin and Beyond" - Antiplättchensubstanzen in der Therapie der koronaren Herzkrankheit

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2002; 9 (3): 77-85

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Abb. 1: CLE



Keywords: AcetylsalicylsäureAspirinClopidogrelKardiologieKoronare HerzkrankheitThrombolyseTiklopidin

Acetylsalicylsäure (ASS) ist nach wie vor die Standardtherapie bei der koronaren Herzkrankheit (KHK), wenn auch die Wirksamkeit bei verschiedenen Indikationen unterschiedlich ist. Am eindrucksvollsten sind die Ergebnisse mit ASS bei der instabilen Angina pectoris (IAP) gefolgt vom akuten Myokardinfarkt (AMI) und der Sekundärprävention nach AMI. Eine signifikant positive Wirkung von ASS konnte auch in der Therapie der stabilen AP gezeigt werden, während die Wirkung in der primären Prophylaxe der KHK weniger gut abgesichert ist. Trotz jahrzehntelanger Erfahrung mit ASS muß die Frage einer optimalen Dosierung nach wie vor offen bleiben. Für eine möglichst niedrige Dosierung spricht vor allem die geringere Nebenwirkungsrate. Weitere ungelöste Probleme sind die "ASS-Resistance" sowie die Interferenz von ASS mit ACE-Hemmern. Dagegen zeigt ASS eine positive synergistische Wirkung mit anderen Pharmaka wie Thrombolytika (Streptokinase beim AMI), Dipyridamol (in der Sekundärprävention nach Schlaganfall), aber auch Heparinen (insbesondere bei der IAP). Positive synergistische Effekte bestehen auch zwischen ASS und GPIIb/IIIa-Blockern sowie zwischen ASS und Thienopyridinen. Die Entwicklung der Thienopyridine hat zweifelsohne bei einigen Indikationen eine signifikante Besserung der Ergebnisse gebracht. Infolge des besseren Nebenwirkungsprofils wird Tiklopidin zunehmend durch Clopidogrel ersetzt. Die Kombination von ASS + Clopidogrel darf bereits jetzt als Standardtherapie nach koronarem Stenting (vier Wochen Clopidogrel) sowie bei der IAP (ASS + Clopidogrel durch drei bis zwölf Monate) bezeichnet werden.
 
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