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Kimmig R et al.  
Fertilitätserhaltung bei gynäkologischen Malignomen - Risikobezogene Therapiestrategien

Speculum - Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 2002; 20 (1) (Ausgabe für Schweiz): 6-6
Speculum - Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 2002; 20 (1) (Ausgabe für Österreich): 6-12

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Abb. 1: Zervixkarzinom - Lymphknotenbefall



Keywords: FertilitätGynäkologieOnkologie

Die Erkrankung an einem Malignom bedeutet für jeden Menschen eine existentielle Bedrohung und somit eine physische wie psychische Belastung, die ihn elementar fordert. Zu der Konfrontation mit der Endlichkeit des eigenen Lebens muß sich die Patientin bei einer bösartigen Erkrankung von Gebärmutter oder Eierstöcken jedoch zusätzlich mit dem Verlust des inneren Genitales durch die Therapie und somit der Fertilität auseinandersetzen. Die Verarbeitung des Wissens um die eigene definitive Kinderlosigkeit ist bereits für einen ansonsten gesunden Menschen eine große Belastung. Um wieviel schwerer mag es für eine junge Frau zu verarbeiten sein, ihre eigene Existenz bedroht zu sehen und gleichzeitig die Fähigkeit zu verlieren, eigene Kinder zu gebären. Nicht selten gerät die Patientin bei der Entscheidungsfindung bezüglich der bestmöglichen Therapie in Konflikt: Soll sie sich durch Modifikation der Standardtherapie im Sinne der Fertilitätserhaltung einem eventuell höheren Rezidivrisiko aussetzen oder den Kinderwunsch dem maximal erreichbaren Therapieerfolg durch radikale Chirurgie opfern? Es stellt sich somit die Frage nach der Möglichkeit einer fertilitätserhaltenden Therapie ohne Verlust der therapeutischen Sicherheit. Auch wenn es eine solche Möglichkeit nicht geben sollte, wäre es zur Entscheidungsfindung sehr wertvoll, wenn Parameter zur Verfügung stünden, die es ermöglichen, die Erhöhung des Rezidivrisikos einer fertilitätserhaltenden Therapie gegenüber der radikaleren "Standardtherapie" abzuschätzen. Im folgenden werden wir, abhängig von dem zur Verfügung stehenden Wissen zur Tumorbiologie gynäkologischer Malignome, mögliche Entscheidungswege für die Therapie des Zervixkarzinoms, der Ovarialmalignome und des Endometriumkarzinoms unter dem Aspekt der Fertilitätserhaltung aufzeigen.
 
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