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Reber H  
Homocystein im Brennpunkt

Journal für Ernährungsmedizin 2002; 4 (1) (Ausgabe für Schweiz): 12-17
Journal für Ernährungsmedizin 2002; 4 (1) (Ausgabe für Österreich): 15-20

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Abb. 1: Homocystein - Studien



Keywords: AtheroskleroseEndothelfunktionFolatGeburtsfehlerHomocysteinHomocysteinylierungMorbus AlzheimerSchwangerschaftskomplikationvaskuläre Demenzvenöse Thrombose

Die Bedeutung moderat erhöhter Plasmahomocysteinkonzentrationen für die klinische Praxis ist eine in der Literatur und in internationalen Konferenzen kontrovers diskutierte Frage. Die Hyperhomocysteinämie ist als unabhängiger Risikofaktor für Atherosklerose, venöse thrombotische Erkrankungen und für Neuralrohrdefekte etabliert. Zusätzlich wird über Verbindungen zu anderen Geburtsfehlern und zu Schwangerschaftskomplikationen, zur vaskulären Demenz und zur Alzheimer-Krankheit, zu Nephropathien und weiteren Gesundheitsstörungen berichtet. Mit Vitamingaben, vor allem mit Folat, kann ein moderat erhöhter Homocysteinspiegel zuverlässig, billig und ohne Nebenwirkungen gesenkt werden. In groß angelegten, langfristigen Interventionsstudien sollen die Auswirkungen einer solchen Intervention auf Morbidität und Mortalität aufgezeigt werden. Zahlreiche Studien liegen bereits vor, die Homocystein auf molekularer Ebene unmittelbar mit bekannten Risikofaktoren in Verbindung bringen. Studien zur Endothel(dys)funktion und zur Homocysteinylierung von körpereigenen Proteinen bilden neue Forschungsrichtungen. Als Grundlage für Supplementierungsempfehlungen fehlen noch allgemein akzeptierte Referenzwerte und eine Standardisierung der Bestimmungsmethoden. Trotz der Vielzahl offener Fragen spricht vieles dafür, Homocystein schon jetzt als Teil des Risikoprofils zu behandeln und - zumindest in der Sekundärprävention - bei erhöhten Homocysteinspiegeln Vitamine zu supplementieren.
 
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