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Aigner M  
DFP: Diagnose und Genese der Angststörungen

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2011; 12 (4): 336-342

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DFP/CME-Akademie der Ärzte

Abb. 1: Angststörung Abb. 2: Angststörung Abb. 3: Angststörung



Keywords: AmygdalaAngstHippokampusLerntheoriePanikPhobiePsychiatrie

Ängste gehören zum basalen Verhaltensrepertoire des Menschen. Entsprechend finden wir schon in reflexnahen Verhaltensschablonen, dem so genannten „Fluchtreflex“, Angstsymptome zur Verhaltenssteuerung. Bei Angststörungen verliert die Angst ihre ursprüngliche Warnfunktion und wird dysfunktional. Die Intensität der Angstsymptomatik oder deren Dauer sind nicht mehr situationsadäquat. Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen. Die Angststörungen werden in verschiedene Untergruppen eingeteilt. Dies wird aus pragmatischen Gründen nach unterschiedlichen Therapieindikationen vorgenommen, zum Teil lassen sich zugrunde liegende Funktionsbereiche erkennen. „Gerichtete“ Angststörungen (Phobien) werden von „ungerichteten“ Angststörungen unterschieden. Die Unterscheidung in eine kurz dauernde (phasische) und eine überdauernde (tonische) Angstreaktion wird mit der Trennung der Panikstörung von der generalisierten Angststörung vollzogen. Pathophysiologische Modelle auf der neurobiologischen Ebene und im Bereich der Lerntheorien lassen die Entstehung und den Verlauf der Angststörungen gut nachvollziehen. Die Prävention von Angststörungen erscheint wichtig und noch ausbaubar. An Therapieformen sind insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie, die Pharmakotherapie bzw. deren Kombination zu nennen. Abhängig von der Diagnose, Dauer der Störung und Komorbidität ist die geeignete Therapieform zu wählen und die Prognose zu stellen.
 
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