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Gambacciani M, Genazzani AR  
Hormonersatztherapie: Vorteile der Therapie- und Dosisanpassung

Journal für Menopause 2002; 9 (1) (Ausgabe für Deutschland): 47-52

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Keywords: DosisHormonersatztherapieindividuellMenopause

Trotz der eindeutigen Vorteile der langfristigen Hormonersatztherapie (HRT) werden die meisten Patientinnen nur für kurze Zeit behandelt. Die durch die sequentielle Verabreichung von Gestagenen verursachten zyklischen Blutungen sind oft inakzeptabel, besonders bei älteren postmenopausalen Frauen. In den Standarddosen können HRT-Präparate sowohl bei sequentieller als auch bei kontinuierlich-kombinierter Behandlung unerwünschte hormonbezogene Nebenwirkungen herbeiführen. Niedrigdosierte Hormonersatztherapien erwiesen sich als hochwirksam bei der Linderung klimakterischer Symptome; gleichzeitig bewirken sie eine minimale Stimulation des Endometriums und gehen mit hohen Amenorrhoeraten einher. Die kontinuierliche Verabreichung geringer Dosen von Gestagenen führt zu einem sicheren Endometriumschutz und minimiert die gestagenbezogenen Nebenwirkungen. Es wurde sogar gezeigt, daß eine niedrigdosierte HRT den Anstieg des Knochenumsatzes und in weiterer Folge des Knochenverlustes bei postmenopausalen Frauen verhindern kann. Die Entscheidung zugunsten niedriger HRT-Dosen kann auch hinsichtlich der vielen potentiellen Nachteile der HRT- Standarddosen von Vorteil sein, in erster Linie bei langfristiger Behandlung. Niedrigdosierte Therapien sollten daher als Anfangsdosis zur Minimierung der Nebenwirkungen bzw. zur Verbesserung der Compliance und der HRT-Wirkung auf die Prävention langfristiger Folgen der Estrogendeprivation in Erwägung gezogen werden.
 
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