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Michel-Behnke I  
Nicht-kardiale Operationen bei erwachsenen Patienten mit angeborenen Herzfehlern (EMAH)

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2012; 19 (7-8): 232-239

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Abb. 1: Einflussfaktor - Perfusion



Keywords: angeborener HerzfehlerEMAHErwachsenenicht-kardiale Operation

Die Fortschritte in der kardiologischen und kardiochirurgischen Therapie angeborener Herzfehler haben dazu geführt, dass immer mehr Patienten auch mit komplexen Herzfehlern das Erwachsenenalter erreichen. Allgemeinchirurgische Eingriffe in dieser Patientengruppe stellen in diesem Rahmen eine besondere Herausforderung dar. Neben den komplexen Einkammerherzen nach Fontanzirkulation und Patienten mit Eisenmenger-Syndrom besteht evtl. auch bei korrigierten Herzfehlern eine Funktionseinschränkung durch eine langjährige Druck- oder Volumenbelastung. Eine detaillierte präoperative Evaluierung ist einem allgemeinchirurgischen Eingriff immer voranzustellen. Das anästhesiologische Management hat insbesondere Widerstandsänderungen des Lungenbzw. Systemkreislaufs zu berücksichtigen. Besonderheiten der Beatmung, Volumenverschiebungen, sekundäre Organdysfunktionen, eine Erythrozythose, Thrombopenie, Gerinnungsanomalien und Medikamentenmetabolismus sind insbesondere bei zyanotischen Patienten therapierelevante Aspekte. Das Risiko von Arrhythmien, die Indikation zur Endokarditisprophylaxe sowie die differenzierte Anwendung üblicher Herzinsuffizienztherapien muss rechtzeitig vor der geplanten Operation evaluiert und in einem engen multidisziplinären internistisch-chirurgischen- anästhesiologischen Dialog geklärt werden. Die spezielle Expertise von EMAH-Ärzten (Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern) aus dem Bereich der internistischen und pädiatrischen Kardiologie, sowie die Betreuung in entsprechenden EMAH-Zentren reduziert das Risiko für die Patienten.
 
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