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Richartz BM et al.  
Prävalenz und Prognose der diastolischen Herzinsuffizienz

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2002; 9 (5): 182-186

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Abb. 1: Herzinsuffizienz - Kaplan-Meier Abb. 2: Herzinsuffizienz - Bisoprolol - NYHA-Klasse Abb. 2: Kardiale Mortalität - Sterblichkeit



Keywords: diastolische HerzinsuffizienzKardiologiePrognosePrävalenz

Im Gegensatz zur systolischen Herzinsuffizienz (SHF) ist wenig über die Prävalenz und Prognose der diastolischen Herzinsuffizienz (DHF) bekannt. Der SHF wird eine deutlich höhere jährliche Mortalität als der DHF zugesprochen. Die Angaben für die DHF schwanken von 9 bis 28 %. In unserer retrospektiven Analyse untersuchten wir die Mortalitätsraten von Patienten, die im Zeitraum von 1/97 bis 1/98 kardial dekompensiert in unserer Klinik aufgenommen wurden. Alle in die Analyse eingeschlossenen Patienten hatten einen Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie und/oder eine KHK als Grunderkrankung. Die Unterscheidung in die systolische (SHF, n = 63) und diastolische Herzinsuffizienz (DHF, n = 46) erfolgte echokardiographisch. Der Grad der diastolischen Funktionsstörung war in beiden Gruppen gleich. In der Gruppe der SHF fand sich zusätzlich eine mittelgradige Reduktion der Ejektionsfraktion (37 ± 6 %) bei einem linksventrikulären enddiastolischen Durchmesser von 64 ± 3 mm (MW ± SEM). Die Ein-Jahres-Mortalitätsrate war in beiden Gruppen vergleichbar, mit 22 % in der SHF- und 17 % in der DHF-Gruppe, bei ähnlich verlaufenden Kaplan-Meier-Überlebenskurven. Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Mortalität fanden sich nicht. Fazit: Die diastolische Funktionsstörung stellt bei Patienten mit arterieller Hypertonie, einem Diabetes mellitus oder einer KHK den prognoselimitierenden Faktor dar. Eine zusätzlich bestehende mittelgradige systolische Funktionseinschränkung hat auf die Mortalitätsrate nach kardialer Dekompensation keinen zusätzlichen Einfluß.
 
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