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Slany J, Zweiker R  
Zeitgemäße Hochdruckdiagnose II: Blutdruckselbstmessung

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2012; 16 (3): 26-30

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Keywords: DiagnoseHypertonieSelbstmessungStadieneinteilungTherapiekontrolle

Die Selbstmessung durch den Patienten (HBDM) zeigt bei Beachtung der geforderten Messstandards eine akzeptable Übereinstimmung mit den Tageswerten des ABDM, erlaubt eine rasche Erfassung des individuellen Blutdruckniveaus, weist eine hohe Korrelation zu Organschäden auf und hat einen guten prädiktiven Wert für Insulte und kardiovaskulären Tod. Für die primäre Diagnostik einer Hypertonie kommt sie dort infrage, wo eine ABDM aus welchen Gründen auch immer nicht eingesetzt werden kann. Internationale Richtlinien empfehlen für die Primärdiagnose einer Hypertonie Doppelmessungen am Morgen und am Abend 7 Tage hindurch; der Normalwert wird mit einem Durchschnittswert von < 135/85 mmHg angegeben. Die Selbstmessung wird für alle behandelten Hypertoniker empfohlen, ganz besonders für Jugendliche, Betagte, Diabetiker, Schwangere und Nierenkranke. Nicht in allen Studien konnte gezeigt werden, dass die HBDM zu einer nennenswert besseren Blutdruckeinstellung führt als bei Kontrolle mit Ordinationsmessungen. Dazu scheinen zusätzliche Maßnahmen nötig zu sein, wie intensive Schulung und engmaschige Betreuung der Patienten. Diese kann konventionell erfolgen oder mittels Übersendung der Messwerte via Internet oder Telefon (SMS) mit entsprechender Rückmeldung und, wenn erforderlich, Korrekturvorschlägen; Langzeitstudien dazu fehlen allerdings. In Zukunft erscheint auch eine nächtliche Blutdruckmessung mit speziellen Selbstmessgeräten durchführbar.
 
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