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Lauritzen C  
"Evidence based medicine" am Beispiel der präventiven Langzeitsubstitution mit Estrogenen-Gestagenen in der Postmenopause - Teil 2: Statistik

Journal für Menopause 2002; 9 (2) (Ausgabe für Schweiz): 58-64
Journal für Menopause 2002; 9 (2) (Ausgabe für Deutschland): 59-66
Journal für Menopause 2002; 9 (2) (Ausgabe für Österreich): 52-58

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Keywords: EBMEvidence based MedicineLangzeitsubstitutionMenopausePräventionStatistik

Die Grundsätze der durch unwidersprochen beweiskräftige Daten abgesicherten Studien können heute allgemeinverbindlich formuliert werden [1]. Zuverlässige Studien müssen gekennzeichnet sein durch überzeugende praxisnahe Vorplanung. Dazu gehört die fehlerfreie, möglichst zufallsbedingte Rekrutierung von Fällen und Kontrollfällen in einer Zahl, die genügende statistische Aussagekraft (power) besitzt. Ferner müssen die praxisnahe Gestaltung der Intervention und die erforderliche Dauer der Untersuchung gewährleistet sein. Zu fordern ist weiter eine eindeutig überprüfbare, korrekte Ausführung und Überwachung der therapeutischen oder präventiven Intervention. Schließlich muß am Ende eine statistisch einwandfreie Berechnung der Daten einschließlich der Erfassung der Fehlerbreite und der Erörterung der möglichen Fehlerquellen stehen. Entscheidend ist eine kritische, vorurteilsfreie Interpretation dessen, was die Ergebnisse wirklich hergeben, wobei, noch einmal, Korrelation nicht mit Kausalität zu verwechseln ist. Bei der Übertragung von Ergebnissen auf Hypothesen, Theorien oder gar Anweisungen für die Praxis werden die meisten und schwersten Fehler gemacht. Die Erfüllung dieser Forderungen wird mit Recht zum Maßstab der Akzeptanz von Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen gemacht. Übersichten müssen die zitierten Studien unter den obengenannten Gesichtspunkten unter kritischer Würdigung der Zuverlässigkeitskriterien darstellen und dem Leser präzise sagen, welche Schlußfolgerungen für die Praxis aufgrund ihrer Befunde möglich und erlaubt sind. Die Studienformen der Epidemiologie unterscheiden sich vor allem hinsichtlich des Vorgehens bei der Stichproben- und der Datengewinnung. Grundsätzlich sind folgende Arten von epidemiologischen Studien zur Feststellung von Krankheitsursachen möglich, die eine unterschiedliche Analysekraft und Aussagefähigkeit (power) besitzen.
 
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