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Seitz C, Fajkovic H  
Medikamentös explusive Therapie von Uretersteinen - Ein systematischer Review

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2012; 19 (3) (Ausgabe für Österreich): 18-23
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2012; 19 (3) (Ausgabe für Schweiz): 20-25

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Abb. 1: MET Abb. 2: Uretersteine



Keywords: AlphablockerMETSWLURUrolithiasisUrologie

Einleitung: Eine medikamentös expulsive Therapie (MET) steigert Steinausscheidungsraten und reduziert Kolikepisoden. MET ist eine angemessene Therapie zur erleichterten Steinpassage bei Patienten mit einem neu diagnostizierten Ureterstein, deren Symptome kontrolliert sind. Eine adjuvante Therapie nach SWL zeigt ebenfalls höhere Steinpassageraten. Ziel: Durchführung eines systematischen Reviews der medikamentös expulsiven Therapie von Uretersteinen. Ergebnisse: MET mittels Alpha-Blocker oder Kalzium-Kanal-Blocker resultiert in einer höheren und beschleunigten Steinfreiheitsrate im Vergleich zu einer Kontrollgruppe. Höhere Steinfreiheitsraten werden für den gesamten Ureter beschrieben, obwohl die meisten Studien distale Uretersteine untersuchten. MET war effektiv nach SWL und URS. Die Kombination von MET mit Kortikosteroiden zeigt zwar vielversprechende Ergebnisse, jedoch ist die Datenlage unzureichend. Der Schmerzmittelverbrauch sowie die Anzahl an Kolikepisoden und stationären Aufnahmen wurden unter MET reduziert. Schlussfolgerung: MET erleichtert die Steinausscheidung bei Patienten mit Uretersteinen < 10 mm. Bei Alpha-Blockern besteht ein Klasseneffekt in Bezug auf eine erleichterte Steinausscheidung. MET ist ebenfalls nach SWL und URS wirksam. Die Kombination mit Kortikosteroiden kann außerhalb klinischer Studien nicht empfohlen werden. Große placebokontrollierte, randomisierte Studien und die Erforschung neuer, vielversprechender Substanzen sind nötig, um die zukünftige Rolle der MET zu definieren.
 
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