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Neumann-Haefelin T  
Intrakranielle Stenose: Stent oder konservativ? Die Sicht des Neurologen

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2014; 15 (1): 20-22

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Keywords: intrakranielle StenoseNeurologieSekundärprophylaxeStent

Intrakranielle atherosklerotische Stenosen sind für ca. 5–10 % der Schlaganfälle verantwortlich. Das Rezidivrisiko ist erheblich und liegt bei ca. 20 % in 2 Jahren. Ähnlich wie bei symptomatischen extrakraniellen Stenosen ist das Rezidivrisiko in den ersten Wochen nach einem Ereignis besonders hoch. Neue Daten zur Therapie symptomatischer intrakranieller Stenosen liegen seit 2011 aus der SAMMPRIS-Studie vor, in der eine Stentbehandlung gegen eine konservative Therapie getestet wurde. Das Ergebnis fiel überraschend eindeutig zugunsten der konservativen Therapie aus. Ein wesentlicher Grund hierfür ist in der sehr aggressiven medikamentösen und verhaltensmodifizierenden Therapie in SAMMPRIS zu sehen, sodass die Ereignisraten im konservativen Arm deutlich niedriger waren als erwartet. Zusammenfassend kann die Stenttherapie bei intrakraniellen Stenosen nicht als Routinetherapie angesehen werden. Sie bleibt Patienten vorbehalten, die unter optimierter medikamentöser Therapie weiter symptomatisch sind. Als neuer Standard kann eine Therapie mit ASS und Clopidogrel über 30 Tage, zusammen mit einer aggressiven Statintherapie (mit LDL-Kontrolle) und sonstigen Risikofaktorkontrollen gelten.
 
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