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Hüther G  
Neurobiologie von Bindung und Sexualität

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2013; 14 (1): 24-27

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Keywords: PartnerbindungPartnerwahlPlastizitätPsychiatriePsychotherapiesexuelle Anziehung

In viel stärkerem Maß als bisher angenommen werden die unser Denken, Fühlen und Handeln – und damit auch die Gestaltung unserer Beziehung zu einem Partner – bestimmenden neuronalen Verschaltungsmuster und synaptischen Netzwerke durch soziale Erfahrungen herausgeformt. Die erfahrungsabhängig entstandenen Verschaltungsmuster bestimmen als innere Bilder nicht nur die Auswahl eines geeigneten – „passenden“ – (Lebens-, Sexual- oder Reproduktions-) Partners. Auch sie selbst werden im Verlauf der so eingegangenen Beziehung ständig weiter modifiziert und an die mit dem betreffenden Partner gemachten Erfahrungen angepasst. Die im Verlauf dieser Anpassungsprozesse herausgeformten „Repräsentanzen“ bilden dann das „neurobiologische Substrat“ der Paarbindung. Sie sind der verbindende Kitt all jener Partnerbeziehungen, die in erster Linie durch unterschiedlichste Formen von Abhängigkeiten einerseits und von spezifischen gemeinsamen Gewohnheiten, Vorlieben und Erfordernissen andererseits geprägt sind. Viele Paarbindungen führen jedoch nur zur weiteren Stabilisierung dessen, was in den jeweiligen Partnern bereits angelegt ist. Ein deutlich größeres kreatives und innovatives Potenzial wird von all jenen Paaren freigelegt, denen es gelingt, eine die Wachstumsressourcen beider Partner fordernde und stärkende Beziehung einzugehen. Die Voraussetzungen und die messbaren Korrelate von Paarbindungen werden in diesem Beitrag aus biologischer bzw. neurobiologischer Perspektive dargestellt.
 
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