Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Kastelic D  
Effect of multiple pipette use on the outcome of intracytoplasmatic sperm injection (ICSI)

Journal für Fertilität und Reproduktion 2002; 12 (2) (Ausgabe für Schweiz): 19-29
Journal für Fertilität und Reproduktion 2002; 12 (2) (Ausgabe für Österreich): 20-33

Volltext (PDF)    Summary   




Keywords: FertilitätICSIIntrazytoplasmatische SpermieninjektionPipetteReproduktion

Bei der Durchführung der intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) wird üblicherweise eine Injektionspipette für die Selektion der Samenzelle sowie deren Immobilisierung und Injektion in die Eizelle benutzt. In dieser prospektiven randomisierten Studie wurde das Verhältnis zwischen Fertilisierungsrate, Embryonenqualität und Schwangerschaftsrate sowie Blastozystenentwicklung der verbliebenen Embryonen für Behandlungszyklen, bei denen eine einzige Pipette für den gesamten Prozeß verwendet wurde, im Vergleich zu Behandlungszyklen untersucht, bei denen die Pipetten ausgewechselt wurden. Im Rahmen dieser Studie wurden 58 Patienten (in 60 Behandlungszyklen), denen 6 oder mehr Eizellen entnommen wurden, und eine ICSI aufgrund schwerer männlicher Infertilität angezeigt war, nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt. In Gruppe 1 wurde die ICSI mittels einer Injektionspipette durchgeführt, die sowohl für die Selektion der Samenzelle, als auch deren Immobilisierung, Aspiration und Einbringung in die Eizelle verwendet wurde. In Gruppe 2 wurde eine Injektionspipette für Selektion und Immobilisierung der Samenzelle benutzt, für die Spermieninjektion wurde eine weitere Pipette verwendet. Diese Pipette wurde nach erfolgter Injektion von jeweils vier Eizellen ausgetauscht. In Gruppe 1, in der eine einzige Pipette benutzt wurde, waren die Fertilisierungsraten signifikant niedriger (63,7%) als im Vergleich zu Gruppe 2 (73,4%) (P kleiner 0,05), in der die Injektionspipette ausgetauscht wurde. Bezüglich der Furchungsstadien und der Morphologie des Embryos, der Schwangerschafts- und der Implantationsrate war keine statistische Differenz zwischen den beiden Gruppen festzustellen. Daraus kann gefolgert werden, daß die Verwendung einer einzigen Injektionspipette bei der Durchführung des ICSI-Verfahrens niedrigere Fertilisierungsraten zur Folge hatte, jedoch keine Auswirkungen beim Vergleich der Teilungsraten, Schwangerschaftsraten, Implantationsraten oder Blastozystenentwicklung der verbliebenen Embryonen festzustellen waren. Diese Beobachtungen basieren auf einer geringen Anzahl von Behandlungszyklen und es würde einer umfangreicheren Studie bedürfen, um den Vorteil, der sich durch einen Austausch der Injektionspipette während einer ICSI ergeben könnte, zu bewerten.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung